Review

Wasser Marsch!

Bobby Boucher (Adam Sandler) lebt nicht nur zurückgezogen in den Bayous von Lousiana zusammen mit seiner Mutter (Kathy Bates), sondern ist auch geistig nicht so ganz auf der Höhe. Er jobbt schon seit etlichen Jahren als Wasserträger für das örtliche Football-Team, wird dort aber nur schikaniert und schließlich gefeuert.

Das wiederum passt seiner Mutter sehr gut in den Kram, die - seinen Geisteszustand ausnutzend - sehr unter ihrer Fuchtel hat und ihm einredet, dass alles Mögliche der Teufel ist, sei es denn Football oder Mädchen.

Ganz aufgeben will er dennoch nicht und so wird Bobby bei den Muddogs um Couch Klein vorstellig, um dort die Wasserversorgung sicherzustellen. Aufgrund einer Provokation stellt sich jedoch heraus, dass ein ausgezeichneter Football-Spieler in ihm steckt, der dem arg gebeutelten Team endlich mal wieder zu einem Sieg verhelfen könnte.


Das ist der Adam Sandler, wie wir ihn heutzutage leider viel zu selten erleben. Gutmütig, geistig etwas zurückgeblieben und trotzdem der große Gewinner. Auch The Waterboy gehört in diese Kategorie der Komödien, die ohne viel Firlefanz auskommen und statt dessen mit teils derben (auch manch dämlichen) Gags punkten. Natürlich gibt es auch hier eine kleine Lovestory, die findet aber nur am Rand statt und stört den Fluss des Films nicht weiter.

Stattdessen verfolgen wir Sandlers Werdegang vom geistig minderbemittelten Muttersöhnchen zum gefeierten Helden, der die Meisterschaft für sein Team holt. Der Weg dorthin ist steinig und mit vielen lustigen Ideen gespickt. Viele Gags gehen auf das Konto von Bobbys Mama, die sehr egoistisch das Leben ihres Sprösslings kontrolliert und einen reichlich ungewöhnlichen Geschmack was Essen anbelangt hat.

Sehr gut ausgefallen ist weiterhin der Soundtrack, der die typische Südstaaten-Atmosphäre mit einigen Klassikern gut unterstreicht. Abzüge gibt es dagegen für die deutsche Synchro, die ist eher suboptimal ausgefallen. Sandler wird in diesem Film von Möchtegern-Komiker Ritchie gesprochen und hat einen pseudocoolen deutsch-türkischen Akzent verpasst bekommen, der völlig deplaziert wirkt. Auf diese Weise wirkt er wie ein Fremdkörper und will nicht so recht in die Szenerie passen. Da ist auf jeden Fall das englische Original vorzuziehen, dass auch manchen Gag noch besser wiedergibt.

Davon abgesehen weiß The Waterboy allerdings zu gefallen und gehört zu den frühen Sandler-Klassikern, die immer noch unerreicht sind. Also einfach Hirn ausschalten und ablachen!

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