Bei dem Film schwingt ziemlich viel Politisches mit. Er ist auch eine Art Zeitzeugnis dessen, wie damals gedacht wurde. So gilt für die Bevölkerung außerhalb der Politik: Raushalten! Es obliegt den politischen Persönlichkeiten und Staatsmännern, sich um Politik zu kümmern. Alle anderen sind unwürdig. Ein Frevel, wer die Entscheidungen des "Führers" in Frage stellt. Dann sind da Sätze wie "Seine Absichten mögen zweifellos edle sein, aber mit den Mitteln derer er sich bedient, richtet er großes Leid und Unrecht an.", die einen sofort an den heutigen US-amerikanischen Imperialismus mit all seinen in- und ausländischen staatlichen Gewalttaten erinnern. Peinlich bis lustig erheiternd, dass ein späterer US-Präsident hier als Schauspieler mitspielt, er blieb seiner Rolle treu. Ob man angesichts dessen von wahrer Macht sprechen kann, oder es sich eher um eine Marionette von Oligarchen handelt, liegt auf der Hand. Deutlich im Film auch die Gewalt- und Kriegsverherrlichung und die unterschwellige Propaganda für das glorreiche US-Amerika. Ein Provokateur überfällt einen Wagenzug, tötet und verletzt dabei aber niemand. Als dann im Gegenzug gegen ihn Gewalt angewendet wird, und Menschen sterben, ist plötzlich er verantwortlich dafür. Wie kann das sein? Auch interessant, ist die Begeisterung und Furchtlosigkeit, sich in Lebensgefahr zu begeben, ein Held zu werden und sich einen Ordnen zu verdienen. Die Kriegslust fürs Vaterland könnte realitätsfremder nicht sein, jeder der selbst Krieg erlebt hat oder es von Familienangehörigen berichtet bekam, wird niemals auf die Idee kommen, sich darüber zu freuen. Im Kern der Story geht es um den Konflikt Nord- gegen Südstaaten und die Frage, sollen schwarze Sklaven befreit bishin zu gleichberechtigt werden? Interessant hierbei: Das Ende des Sklaventums kam nicht aus humanitären Gründen oder z.B. biblischer Nächstenliebe, sondern war aus wirtschaftlichen, macht-politischen Verschiebungen sowie gesellschaftlicher Neidkultur heraus motiviert.
Fazit: Der Film überzeugt mit viel Atmosphäre und charismatischen Schauspielern, kann aber inhaltlich heute nicht ernst genommen werden. Zu viele Illusionen, die in der Zwischenzeit wie Seifenblasen geplatzt und sich als Lügen und Irrtümer der Geschichte entpuppt haben. (5/10)