Während einer Verfolgungsjagd in einem Parkhaus in Rumänien erschießt der Verdächtige nicht nur eine unbeteiligte Zeugin, sondern auch den US-Agenten Cody (Grant Campbell), der ihn mit seinem Partner Mason (Luke Goss) verfolgt hatte. Bevor er stirbt, gibt Cody seinem Kollegen allerdings noch einen Hinweis, der seinen Bruder betrifft.
Jener Bruder John Payne (Michael Jai White) sitzt derweil in den Staaten in seiner neueröffneten eigenen Bar und schmeißt gerade ein paar großmäulige Mafiosi raus, als ihn die traurige Nachricht erreicht. Payne, früher selbst ein mit allen Wassern gewaschener Superagent, reist umgehend nach Südosteuropa, um den Tod seines Bruders aufzuklären. Auf der Beerdigung bittet ihn Dezernatsleiter Briggs (Randy Couture) zwar, erstmal die Füße still zu halten, doch dies ist zuviel verlangt von Payne, der Codys Partner Mason kontaktiert und mit diesem fortan selbst im Umfeld fieser Mädchenhändler und Sadisten ermittelt. Bald schon haben die beiden eine heiße Spur: hinter all den Schweinereien steckt ein schwer fassbarer Boss, der stets maskiert und mit künstlich verstellter Stimme auftritt. Doch an den kommen die beiden Agenten nur schwer heran - bis sie entdecken, daß es zwischen jenem Phantom Toro und Codys Geliebter Lacy Love (Madalina Anea) eine Verbindung gibt...
Obgleich statt Steven Seagal diesmal der Afroamerikaner Michael Jai White die Hauptrolle spielt, gestaltet sich der von Regisseur und Drehbuch-Co-Autor Keoni Waxman erdachte Actioner mit dem programmatischen Titel The Hard Way beinahe genauso langweilig wie die Direct-to-Video-Geschichten des Aikido-Kämpfers. Die Rachegeschichte um einen in der Ferne getöteten US-Spezialisten, dessen Verwandter sogleich anreist, um die bösen Burschen ordentlich durch den Fleischwolf zu drehen, hat man gefühlt bereits 1000 Mal und vor allem deutlich spannender inszeniert gesehen. Da hilft es auch nichts, wenn der Hauptdarsteller als distinguierter Gentleman auftritt, der nur dann zum Tier wird, wenn klischeehaft bösartige Hackfressen verdientermaßen vermöbelt werden.
Die rumänische Location trägt ebensowenig zum eigentlichen Plot bei, der sich genausogut irgendwo anders hätte abspielen können. Vermutlich gaben günstige Produktionskosten den Ausschlag - erst ganz zum Schluß taucht ein Schacht unbekannter Tiefe in einem Herrensitz auf, aus welchem angeblich der Teufel auf die Erde gestiegen ist. Doch dieses winzige Detail - das einzige im ganzen Film übrigens, das ein klein wenig transsylvanische Atmosphäre zu verbreiten in der Lage ist - spielt keine weitere Rolle mehr. Außer daß man natürlich sofort ahnt, daß Payne den Oberbösewicht gleich dort hineingeprügeln wird.
Fazit: schwaches Drehbuch, klischeehafte Figuren, keinerlei Spannung - gerade mal die Kampfchoreographie ist stellenweise brauchbar, was The Hard Way immerhin vor dem Totalabsturz rettet: 3 Punkte.