Review

Staffel 2 - 8/10

Staffel 2

Der Tod ist nur der Anfang

Geweint und gelacht habe ich in der ersten Staffel eigentlich genug, dennoch war ich gespannt, was Gervais nun in den nächsten sechs Folgen tut.

Im Grunde von den Themen eine klare und simple Weitererzählung, wieder von Traurigkeit und Witz meist eine wirklich einnehmende Vermählung. 

Gervais Figur und einige seiner Freunde und Bekannte, waren und bleiben für viele, was der Comedy- und Trauerbewältigungsgott ihnen sandte.

Alle sind einem spätestens jetzt familiär ans Herz gewachsen, mitsamt all ihren Macken, Warzen und Faxen.

Doch ein paar Themen drehen sich nun auch etwas im Kreis, hinterlassen weder diesen unfassbar lustigen noch traurigen gewohnten Schweif.

Vor allem weirde Nebenfiguren wie der Psychiater oder der Theaterleiter sind mir deutlich zu drüber, sodass man sie doch in längeren Dosen hat erstaunlich schnell über.

Dennoch gibt’s bei den wichtigen Menschen auch durchaus Entwicklung und Neues, sodass ich zum Weiterschauen nie sagte, ich bereu' es. 

Nun will ich auch wissen wie es endet und ob es Tony weiter aus seinem Loch schafft, ob er einen dauerhaften Neuanfang wagt und sich endgültig aufrafft.

Denn egal wie sehr Tod und Trauer und Verlust und Erinnerungen schmerzen, lehrt „After Life“ vor allem, dass es sich lohnt, anzuzünden auch neue Kerzen. 

Fazit: durch ein paar nervige Nebenfiguren, sich wiederholende Themen/Beziehungen und comichaft überzeichnete Seitenstränge vielleicht nicht mehr ganz mit dem Impact der ersten Staffel. Ich habe weniger geweint, ich habe weniger gelacht. Ich wusste nun auch, was mich erwartet. Insgesamt aber immer noch mit genug lustigen sowie traurigen Geniestreichmomenten. (8/10)

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