Das Traumpaar Julia Roberts und Richard Gere findet nach dem erfolgreichen und weltbekannten "Pretty Woman" ein weiteres Mal zueinander, doch leider nicht auf gleich hohem Niveau.
Eine nette Idee ist übrigens die deutsche Titelwahl (Die Rede von einer Titelübersetzung ist hier wohl nicht sonderlich angebracht), die mit doppelten, aber dennoch treffenden Sinn aufwartet. Julia Roberts ist also die Braut, bei welcher der Bräutigam vor dem Traualtar flehen muss, dass sie nicht wieder einen Sprint weg vom Geschehen einlegen solle. Den nächsten hat sie schon wieder an der Angel und Kolumnist Ike Graham sieht bei der anstehenden Heirat seine Chance für den Beweis seines auf Vermutungen basierenden Artikels, denn ein furioser "Run" der Braut ist erneut zu erwarten. Und wie es so oft in der Eierkuchenwelt passiert, wird aus Hass zwischen der vor dem Traualtar immer flüchtenden Braut und dem ehrgeizigen Kolumnisten Liebe.
Tja, die Story ist von Anfang an vorauszusehen und bietet kaum Überraschungen - auch nicht wirklich am Ende. Sie ist eher unrealistisch und in einigen Passagen deshalb langweilig. Die Inszenierung des Filmes ist ganz nach hollywoodtypischer Art. Zu aufgesetzte Romantik macht die Liebeskomödie schnell zu schnulzig und lässt sie etwas in Richtung Kitsch abgleiten. Dank den beiden Hauptakteuren Roberts und Gere, die stets einen sympathischen Eindruck erwecken, kann sich "Die Braut die sich nicht traut" noch auf das überdurchschnittliche Ufer retten, aber eine gefährliche Konkurrenz zu "Pretty Woman" ist diese Liebeskomödie nicht. (Noch 6/10 Punkten)