Als „AUSTIN POWERS“ und „NACKTE KANONE“-Fan konnte ich natürlich nicht umhin, mir endlich auch einmal die Blödel-Variante des englischen Komikers Rowan Atkinson anzusehen. Großartig Neues sollte JOHNNY ENGLISH letzten Endes aber nicht bieten… aber eins nach dem Anderen.
Bereits zu Beginn fällt nach wenigen Einstellungen die aufwendige Inszenierung der Spionage-Satire auf, zu der sogar Robbie Williams himself den Titel-Track beigesteuert hat - Respekt! Allerdings fällt es mir anfangs zugegebener Maßen schwer, „Mr. Bean“ in einer Sprechrolle zu sehen. Obwohl der gesamte Streifen 100%-ig auf den genialen Komiker zugeschnitten ist, bietet die Klamotte weitestgehend altbekannte Slapstick-Einlagen, Bean-Grimassen und Szenen, die wir aus oben genannten Klassikern schon zur Genüge kennen (an dieser Stelle sei nur die berühmte Popo-Tätowierungs-Szene mit Leslie Nielsen aus „DIE NACKTE KANONE“ genannt, die fast 1:1 geklaut wurde!).
Die Anspielungen auf James-Bond und andere Spionagefilme sind zwar ansatzweise gut, lassen aber bisweilen den nötigen Biss vermissen und verlieren im direkten Vergleich gegenüber eines AUSTIN POWERS an Eigenständigkeit.
Schade, denn obwohl die Zutaten stimmen, bietet der Film von Peter Howitt („SLIDING DOORS“, „LAWS OF ATTRACTION“) nichts Aufregendes, was den Zuschauer auch beim zweiten Mal noch wirklich begeistern könnte. Als witzige Popcorn-Unterhaltung für die ganze Familie und Mr. Bean-Anhänger ist die Komödie aber allemal für ein paar Lacher gut!
(6 / 10)