Rowan Atkinson. Für die einen ist er ein Perfektionist in Sachen britischer Blödel-Humor, für die anderen eine schier unerträgliche Nervensäge. Als "Mr. Bean" weltweit berühmt geworden, hat er sich nun schon seit einiger Zeit dem Kinofilmen zugeschrieben. Doch kann er an seine alte Klasse anknüpfen? Jawohl er kann! UND WIE!
"Johnny Englisch" dürfte wohl zum witzigsten gehören, was die Briten in den letzten Jahren fertig gebracht haben. Hier sitzt nahezu jeder Gag! Auch wenn die meisten davon überirdisch albern sind, so können sie dennoch überzeugen. Das liegt vor allem an Rowan Atkinson. Er stellt "Johnny Englisch", eine Mischung aus James Bond & Mr. Bean nahezu perfekt und in seiner typischen Art dar, wie es nur Atkinson kann! Ein großes Lob an den Mann, mit der ewigen Grimasse im Gesicht!
Aber auch als Agentenpersiflage funktioniert alles prächtig! Nicht so sehr sexverspielt wie bei "Austin Powers", sondern mehr auf das Verarschen aller möglichen typischen Agenten-Sachen fokussiert, wie z. Bsp. die "Geheimwaffe Kugelschreiber", das genial ausgestatte Agentenauto, oder das "Eindringen in alle möglichen Gebäude durch die unmöglichsten Eingänge"! Alles wird gnadenlos durch den Kakao gezogen und persifliert. Und Action, wie wilde Verfolgungsjagden und Ballereien, gibt es dazu auch nicht zu knapp! Kurzum, man fühlt sich wie in einem, recht schräg geratenen, Agentenfilm wieder!
Die Darsteller machen ihre Sache allesamt recht gut. Vor allem John Malkovich stellt seine Rolle des durchgeknallten Franzosen vorzüglich mit übertriebenen französischen Aktzent dar. Aber auch Natalie Imbruglia überzeugt!
Die Musikauswahl passt ebenfalls. Robie Williams Titelsong passt dazu, wie die Faust aufs Auge!
Fazit: Ein der gelungensten Satiren auf Agentenfilme und ein noch gelungener Atkinson-Film, der zum Totlachen einlädt und James Bond einmal mehr durch die braune Suppe zieht! Zufriedenstellen wird der Streifen zwar bloß echte Atkinson-Fans, diese dann aber zu 100%!
Wertung: 8,5/10