Review

Louis ist mit seiner Frau Rachel und seinen beiden Kindern Ellie und Gage in eine kleine Ortschaft namens Ludlow gezogen. Er hat eine Anstellung als Arzt gefunden und möchte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, weshalb es ihn aufs Land gezogen hat. Gegenüber wohnt Jud, ein alteingesessener Nachbar. Mitten durch den Ort führt eine Umgehungsstraße, die häufig von Fernfahrern benutzt wird. Als ein paar Kinder mit Tiermasken durch das Waldgebiet, welches zum Grundstück der Creeds gehört, entlang streifen, erklärt Louis seiner Tochter, dass es sich um eine Prozession handelt. da die Kinder ihr Tier begraben wollen. Ellie folgt den Gleichaltrigen zum Tierfriedhof. Die Barriere darf nicht überquert werden. Doch als sie sich an das Erklimmen macht, stürzt sie und es kommt zu einer kleinen Verletzung. Wie durch einen Zufall ist ihr Nachbar Jud da, der sie verarzten kann.

Als der Halloweenabend da ist, und Ellie eigentlich auf Süßigkeitenjagdgehen will, wird Winston Churchill, der Kater von Ellie, tot an der Straße gefunden. Er wurde überfahren. Jud macht Louis deshalb ein Angebot, wie der Verlust des Katers für Ellie nicht so schwer wiegen muss, denn er kennt eine Möglichkeit, einen Ort, der „Dinge“ zurückbringt. Und so begraben Louis und Jud den Kater Winston Churchill auf dem Platz hinter der Barriere, nicht ahnend, was das in der Folge mit Louis anrichten wird…

Wertung:

"Friedhof der Kuscheltiere" war das erste Buch, was ich jemals von Stephen King gelesen habe. Dies ist einige Zeit schon her, so dass die Haupthandlung mir nicht mehr zu 100 % und in allen Details geläufig ist, aber ich weiß, dass sie sich nicht so abgespielt hat wie es in diesem Film der Fall ist.

Der Film an sich ist recht gut gemacht und man kann die Story so weiterführen so wie das hier geschehen ist. Es ist letzten Endes eine Möglichkeit, die Geschichte zu erzählen. Jeder der das Original kennt, wird sich wundern, dass an einer bestimmten Stelle die Handlung komplett anders aussieht, als es im Ursprung der Fall war, und das gilt sowohl für den Film der, der 1989 entstanden war genau wie für das Buch. Deshalb wirkt die Handlung auf mich etwas befremdlich, wenngleich das Grundgerüst weiterhin besteht. Das, was dann in der Folge gezeigt wird, ist für den Film absolut logisch, hat aber in der ursprünglichen Geschichte keinen Eingang gefunden. Dies ist aber nicht schlimm, aber jeder, der das Original in moderner Auffassung erwartet, kann eventuell etwas enttäuscht werden.

Vom Horroraspekt her weiß dieser Film eigentlich recht gut zu unterhalten. Er hat einige Schockmomente, wo man sich auch erschrecken kann. Leider besitzt dieser Film trotz eigentlich guter schauspielerischer Leistung nicht die Qualität, wie es z. B. beim Remake von "Es" der Fall war. Herausragend hier bei "Friedhof der Kuscheltiere" sind zu erwähnen John Lithgow, der die Rolle von Jud spielt und der aus der Fernsehserie "Hinterm Mond gleich links" bekannt ist. Er passt ziemlich gut in die Rolle des alten Nachbarn. Auch Jason Clarke als Louis Creed macht seine Sache gut. Wer mir außerdem gut gefallen hat, auch wen es nur eine winzige Nebenrolle war, ist die Figur des Victor Pascow, denn es ist der einzige Charakter, der vielleicht 1:1 übernommen wurde. Auch die Verletzungen und die darauffolgende Imagination können überzeugen. Auch das mein Lieblingssatz aus der gesamten Story ("Der Acker im Herzen eines Mannes ist steiniger, Louis.") gefallen ist, wertet diesen Film für mich etwas auf.

Insgesamt ist es kein schlechter Film, der mich durchaus unterhalten hat. Man darf hier nicht eine eins zu eins Umsetzung wie beim Original erwarten. Dies will der Film wahrscheinlich auch nicht. Man sollte ihm bis zum Ende hin die Chance geben eine Erklärung für das zu liefern, warum jetzt die Handlung geändert worden ist. Das kommt am Ende doch recht gut zum Tragen und deshalb ist dieser Film am Ende deutlich besser, als wie ich es in der Mitte des Films gedacht hätte. Deshalb gibt es von mir dann doch 07/10 Punkten.

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