Review

Die Geschichte basiert auf der Erzählung „Robots pensants“ („Denkende Roboter“) von George Langelaan, der auch die literarische Vorlage zu den Genrefilmen „Die Fliege“ (1958, 1986) lieferte.
Der Titel gibt grob die Richtung vor, beim hiesigen „Schach dem Roboter“ kommt ein kleines Detail hinzu, im Original verrät der Filmtitel wiederum schon (zu) viel von dem, was vor sich geht. Inhaltlich findet sich hier auch eine Anspielung auf das Essay „Maelzel's Chess-Player“ von Edgar Allan Poe, was während des Films sogar kurz erwähnt wird.

Soweit zur Titelei, Michel Subielas Film erzählt von der Pianistin Penny Vanderwood, die den Tod ihres Verlobten Robert bis heute nicht überwunden hat. Robert war ein bekannter Schachspieler und so nimmt sie die Einladung des Grafen von Saint Germain an, ein Schachturnier zu besuchen. Dass der Spielstil des dort vom Grafen vorgestellten Schachroboters frappierend an den von Robert erinnert, verblüfft sie. Und so stellen sie und Roberts Freund Lewis Nachforschungen an.
Wohin die Reise geht, kann man sich halbwegs zusammenreimen. Und auch seine Herkunft als TV-Film schüttelt der Film nie wirklich ab. Es wirkt wie eine lange Folge aus der „Twilight Zone“ oder „Outer Limits“. Doch zieht er seinen Mystery-Plot recht unterhaltsam durch, wenn auch erzählerisch nicht ganz geschmeidig in den Überleitungen.

Die Grundidee ist interessant, irgendwie auch zeitlos und in Variationen in der Film- und Kunstgeschichte wiederzufinden. Dazu ist noch die Musik, insbesondere das von Komponist Vladimir Cosma geschaffene Klavierstück, zu nennen. Nicht so mitreißend ist die Kamera, hier bleibt es zwar bei Übersicht, aber auch routinierter Arbeit.
Für den gepflegten Nachmittagsgrusel.

Details
Ähnliche Filme