Review

Miki, Sohn einer Ärztin, die von ihrem Lebenspartner getrennt ist, beobachtete einen Mord in einer Kneipe. Nicht nur er, sondern auch eine Freundin ist mit dabei, doch nur Miki wird bei der Flucht gesehen. Der Täter jagt ihm hinterher und erschießt auf Mikis Flucht auch eine Polizistin, doch Miki kann entkommen. Er möchte um jeden Preis aussagen, da das Opfer ihn kurz bevor die Schüsse fielen mit Blickkontakt und Gesten das Leben gerettet hat.

Miki wird mit seiner Familie im Zeugenschutzprogramm integriert und in Italien untergebracht, wo sich die Polizisten Sarah Brandt und Mario Lobeck um ihn kümmern. Alles wird aus der BRD geleitet. Die Dinge schienen stabil zu sein, doch die Täter setzen alles daran Miki zu finden und ihn zu erledigen. Und niemand ahnt, wie weit dieses Netzwerk an Komplizen reichen wird und welche Maßnahmen sie ergreifen werden um den Zeugen zu eliminieren...

Wertung:

Dies ist mal wieder ein Film, den ich mir zufälligerweise angesehen hatte und ich muss sagen, dass ich schlichtweg begeistert bin. Sowohl was darstellerische als auch filmische Leistungen anbelangt, kann "Der Auftrag" auf ganzer Linie überzeugen. Die Story ist durchaus eine, die in der heutigen Zeit stattfinden könnte. Gerade weil immer mehr kriminelle Organisationen in bestimmten Bezirken die "Vorherrschaft" halten, ist dieser Film aktueller denn je. Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, allen voran Anna Bederke als Kommissarin Sara Brandt, die auf der einen Seite durch ihre Unerfahrenheit auf der anderen Seite aber auch durch ihren Einsatzwillen zu glänzen vermag. Die Schauspieler sagten mir insgesamt nichts, ich bin jedoch der Meinung, dass hier ein recht gutes Ensemble seinen Dienst vollrichtet hat. Die gesamte Atmosphäre, Bildgebung und Story des Films sind in sich schlüssig, so dass hier auch eine relativ gute Wertung erlaubt sein darf, und liegt aus meiner persönlichen Sicht etwa bei 07/10 Punkten. Damit ist "Der Auftrag" einer der besseren deutschen Filme und sollte von Freunden des klassischen Kriminalfilms eigentlich gemocht werden. Ab und an sind die Szenen für einen FSK12-Film etwas drastisch ausgefallen, sie fügen sich aber ins Gesamtbild ein.

Den Hauptkritikpunkt eines unsinnigen Verhaltens der Polizei, kann ich nur teilweise nachvollziehen. Auch die Aussage, dass dies einer der schlechtesten deutschen Kriminalfilme der jüngeren Vergangenheit sei, kann ich mich nicht anschließen. Es mag sein, dass das hier kein großes Stück deutscher Kultur ist, aber der Film hat mich von vorne bis hinten an den Bildschirm gebannt und unterhalten, und deshalb kann ich oben genannte Wertung auch vertreten.

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