Computerverbrechen haben im Zeitalter des globalen Internets Hochkonjunktur. Das sogenannte „Hacken" bezeichnet dabei gemeinhin alle illegalen Aktivitäten am PC. Der neuseeländische Regisseur James Cunningham kam nun auf die Idee, diesen Ablauf der Infiltration von Viren auf einen anderen Rechner am Beispiel eines Animationsfilms zu illustrieren.
Dabei beginnt der 7-Minüter mit einem Computerhacker, welcher eine getürkte Karte in den Automaten seines Geldinstituts einwirft. An dieser Stelle geht der Realfilm - welcher durch die Ästhetik einer Überwachungskamera geprägt ist - mit der Einblendung des Titels „Infection" in ein tadellos animiertes Computerabenteuer über, indem ein Wesen bestehend aus drei Fingern versucht, sich an den Wächtern in Form von Augen, in den Großrechner der Bank auch mit Gewalt vorbei zu mogeln. Es beginnt ein nahezu fragwürdig brutaler und damit eher befremdlicher Kampf, der von Techno-Beats begleitet wird und somit das ganze Hightech-Szenario stimmig macht. Leider fehlt dem stummen Film (es wird kein einziges Wort gesprochen) dabei eine Botschaft. Als animierte Fingerübung eines jungen Regisseurs ist das ganze visuell und auch akustisch sehr gelungen, doch kann man darüber hinaus in 7 Minuten Film nur wenig beurteilen.
Fazit: Gute Idee, sehr originell und tricktechnisch perfekt umgesetzt, auch wenn am Ende von „Infection" eher ein Fragezeichen steht, was das ganze brutal geratene Szenario eigentlich aussagen will. Als Animationsfilm tadellos, allerdings auf der inhaltlichen Ebene eher fragwürdig.