Review

Dreizehn Jahre nach seinem letzten Einsatz will es Opa Paul Hogan noch einmal wissen. " Crocodile Dundee " war seine Paraderolle, welche ihm aber nie zu richtig großem Ruhm verholf. Zwar begann 1986 durch den Erstling seine Schauspielerkarriere, doch der Erfolg blieb eigentlich immer aus. So wollte Hogan nie wieder in diese Rolle schlüpfen, welche er zudem selbst kreierte, doch Regisseur Simon Wincer konnte ihn noch einmal dazu überreden. Nun ist die Trilogie mit " Crocodile Dundee in Los Angeles " voll. Der erhoffte Erfolg kam wieder nicht, trotz der Kinoauswertungen und trotz vorheriger Werbung. Außerdem waren die beiden Vorgänger wesentlich besser, aber wer sich schon dort amüsierte, der wird auch hier unterhalten.
Story:
Mick Dundee ( Paul Hogan ) lebt mit Sue ( Linda Kozlowski ) und seinem Sohn in Australien. Plötzlich muss Sue nach Los Angeles, denn ihrem Vater gehört dort eine Zeitung und ein Reporter ist ausgefallen Dieser war dem seltsamen Arnan Rothman ( Jere Burns ) auf der Spur, welcher anscheinend wertvolle Gemälde schmuggelt. Mick und sein Sohn stellen derweil ganz L.A. auf den Kopf und Mick landet schließlich sogar im Filmgeschäft. Auch er bekommt es bald mir Rothman zu tun und hilft Sue bei den Ermittlungen. Dadurch bringen die Beiden sich in Gefahr.

Zehn Jahre zuvor wäre das ein Erfolg geworden, doch für das Jahr 2001, ist das Drehbuch und die meisten Gags schon gnadenlos veraltet. Indianer mit Handys, ein Stinktier auf dem Highway, das Zerstören der Plastikschlange, alles sehr vorhersehbar und zu einfach. Sonderlich originell ist auch die Story nicht. Man klaut bei den beiden Vorgängern ohne rot zu werden, nur spielt sich das Ganze in Los Angeles ab. Die meisten Gags kennt man auch schon durch den Trailer, aber manch ein Dialog macht wirklich Spass, vor allem wenn Mick mit den Schauspielern redet. Aber mir fehlen hier die richtigen Höhepunkte. Man kann zwar grinsen, doch nie herzhaft lachen, außerdem läuft die Eingliederung von Mick in eine technisch versierte Welt viel zu klischeebeladen ab. Daneben noch die kleine Story mit den geschmuggelten Gemälden, die zu einfach zu durchschauen ist und obendrauf nicht ernst genug ist. Man weiss von Anfang an wie geschmuggelt wird und wer der Drahtzieher ist. Im Finale darf Mick dann noch ein paar böse Buben verdreschen, was auch recht nett inszeniert ist. Spannung kommt dabei keineswegs auf, man weiss genau, dass Mick siegt, zudem stellen sich die Gauner zu dämlich an. Nebenbei nimmt man Hollywood noch ein bisschen auf die Schippe, ohne dabei den bewährten Rahmen zu verlassen.
Die L.A. Kulisse gestaltet sich sehr exotisch, bleibt gegen das Outback sehr blass, da man die Bilder schon zuvor in vielen Filmen gesehen hat. Doch Australien hat man hübsch in Szene gesetzt. Tolle Tieraufnahmen und auch die Krokodiljagd machen was her. Der Score passt sich gut dem Geschehen an, ohne dabei sonderlich herauszuragen.
Paul Hogan schlägt sich trotz seines hohen Alters sehr wacker. Seine Altersfalten sind schon sichtlich, doch die humorvolle Rolle nimmt man ihm noch ab. Auch kann er sich noch flink bewegen und zuhauen, ohne gedoubelt zu werden. Linda Kozlowski kann man auch keinen Vorwurf machen, aber Fiesling Jere Burns bleibt viel zu blass.

Fazit:
Eine solide Familienkomödie ist das Resultat mit einer kleinen Portion Action, welche ohne Spannung serviert wird. Die Story bleibt stets vorhersehbar, der Humor artet leider nie aus, oder bietet etwas Besonderes. Man hat alles schon einmal gesehen, das öfters besser. Die Darsteller um Paul Hogan können überzeugen, reissen aber bei weitem keine Bäume aus. Es bleibt nur im Durchschnittsbereich, auch unter dem Niveau der beiden Vorgänger. Na ja, als kleiner Happen für zwischendurch völlig ausreichend, oder für Fans.

Details
Ähnliche Filme