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Wendy, eine unerfahrene Rangerin in einem Nationalpark, will ihren Kollegen unbedingt beweisen, dass sie für den Job geeignet ist. Bei ihrer Arbeit im Park kommt sie allerdings weit vom Weg ab und findet eine Leiche, deren Verletzungen sie misstrauisch machen. Rettung lässt auf sich warten und so muss Wendy nicht nur ihr Leben gegen einen Bären verteidigen, sondern auch die Nacht im Wald verbringen, der nicht so einsam ist, wie sie glaubt...

Es ist schwer aus einem Film mit wenig Story etwas interessantes zu kreieren. Wie verhält es sich denn nun mit einem, der nicht nicht einmal eine Minimal-Story zu bieten hat, denn eigentlich könnte man das Geschehen auch auf 10 Worte reduzieren?

Die Internet-User sind sich recht einig und machen den Film fast überall nieder. Das kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Wenn ich bedenke, was ich schon einen Schrott über mich ergehen lassen musste, hat das hier im Vergleich dazu Chancen auf einen Oscar.

Ja, natürlich stellt sich das Mädel etwas dumm an, das wird aber auch lang und ausführlich am Anfang erklärt – sie will es allen beweisen, ist aber eigentlich nicht wirklich für so einen Einsatz geeignet. Klar kommt da etwas viel Unfähigkeit zusammen – aber trotzdem ist der Streifen meiner Meinung durchaus unterhaltsam.

Das Mädel ist mir noch nie irgendwo aufgefallen und hat in ihrer Vita auch nicht wirklich viel stehen. Ansonsten haben ein paar Nebendarsteller noch einige kurze Auftritte.

Was sich mir nicht ganz erschließt, ist der auf 80er Jahre getrimmte Vorspann und auch die Musik ist durchweg in diese Richtung gehend. Nicht, dass mich das stören würde, aber wenn das eine Hommage sein soll an dieses, zweifelsohne schönste Jahrzehnt meines Lebens, hätte man auch das Handy weglassen können, das ja nicht wirklich eine Rolle spielt.

Ich fand auch die Schlusspointe durchaus gelungen und auch die Idee mit der Leiche eine halbe Stunde vor Schluss (Kann nichts sagen wegen Spoiler) war echt spooky.

Natürlich ist das nicht die ultimative Entdeckung des Horror oder Survival-Films (eigentlich bedient der Streifen noch diverse Genre), aber ich fand ihn durchweg spannend und auch, im Gegensatz zu vielen anderen, nachvollziehbar.

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