Mit „Highlander: Endgame“ geht die Saga um den Unsterblichen in die vierte Runde, wobei dieses mal auch die (mir allerdings gänzlich unbekannte) TV Serie mit einbezogen wurde.
Der Beginn verläuft auf verschiedenen Zeitebenen ab, wobei die wichtigste Informationen aus der frühen Phase des Lebens von Highlander Connor MacLeod (Christopher Lambert) stammt. Als seine Mutter von dem Vater seines Freundes Jacob Kell (Bruce Payne) verbrannt wurde, rastete Connor aus und tötete Kells Vater. Die anderen Informationen wie z.B. die Tötung von Connors Adoptivtochter und Sekretärin sind zwar auch wichtig, aber nicht so sehr wie die Geschichte um Kell. Aber mit diesem vielschichtigen Anfang steht „Highlander: Endgame“ in der Tradition von Teil eins, der auch mehrere Zeitebenen nutzte.
In der heutigen Zeit kehrt Kell, ebenfalls ein unsterblicher Highlander, zurück und schart eine Truppe von Highlandern um sich, um seine Rache zu nehmen. Unter anderem steht ein Angriff auf ein Refugium, in dem sich Connor versteckte, auf den Plan. Diese Actionszene ist recht gut, auch wenn sie länger sein könnte und der großartige Donnie Yen kaum etwas von seinen Fähigkeiten zeigen kann.
Doch Connor ist bereits ausgeflogen und überlebt den Angriff auf das Refugium. Sein Verwandter Duncan MacLeod (Adrian Paul) kann ihn aufspüren. Beiden ist klar, dass Kell aufgehalten werden muss, da dieser sonst zu mächtig wird. Doch Kell hat mehr Highlander getötet als jeder andere und deren Macht in sich aufgenommen...
Mir ist die Serie vollkommen unbekannt und daher kann ich nicht sagen, wie Duncan in die ganze Story hineinpasst. Die Idee mit den zwei Highlandern ist auch ganz gut, nur geht sie nicht ganz mit dem Motto „Es kann nur einen geben“ konform, worum sich der Film allerdings in seinem Verlauf kümmert. Auch die Subplots, vor allem die Geschichte um Duncans unsterbliche Liebe (was für ein Wortspiel), d.h. seine Highlander Ehefrau Kate (Lisa Barbuscia), wissen zu überzeugen.
Die eigentliche Geschichte wirkt etwas holprig und zusammengestückelt, aber ich kneife beiden Augen zu, da mir nur die Normalfassung (US Kino = dt. DVD und Video) bekannt ist und diese wohl unter Zeitdruck fertiggestellt wurde. Besondere Preise für Spannung gewinnt der Plot nicht, da der Film nach 80 Minuten schon wieder vorbei ist (und das trotz langer Einführung), aber trotzdem ist die Geschichte recht kurzweilig.
Action gibt es nicht so viel zu bewundern (ähnlich wie in Teil eins), wobei diese „Highlander“ typisch nur aus Duellen besteht. Diese sind allerdings fetzig inszeniert und sehr schön choreographiert, was dem Film schon ein dickes Plus einbringt. Vor allem die beiden Kämpfe von Donnie Yen sind absolut furios; schade, dass er (wie später in „Blade 2“) nur so wenig von seinem Können zeigen darf.
Christopher Lambert ist in seiner Paraderolle ziemlich gut, wird aber von Bruce Payne, der in fast jedem seiner Filme wie z.B. „Passagier 57“ oder „Full Eclipse“ den Fiesling gibt, an die Wand gespielt. Adrian Paul ist auch nicht schlecht, aber das Format eines Hollywoodschauspielers hat der TV Star noch nicht. Die Nebendarsteller wie Donnie Yen oder Lisa Barbuscia können ebenfalls überzeugen.
„Highlander: Endgame“ ist die beste Fortsetzung (OK, schlechter als Teil 3 gings auch kaum) des Originals und trotz einiger Storyschwächen und leichtem Actionmangel noch gut.