16. Jahrhundert: Jacob Kell war im 16. Jahrhundert Priester und wurde von Connor McLeod im Kampf getötet, nachdem Jacob und sein Vater Connors Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrannten. Doch Jacob kehrt als Highlander wieder und sinnt auf Rache. Gegenwart: Der Highlander Jacob hat eine Truppe von mehreren Unsterblichen um sich herum versammelt und ist auf der Suche nach Conner McLeod um sich an dem Tod seines Vaters zu rächen. Doch auch McLeod steht nicht alleine da. Ihm hilft sein Vetter Duncan gegen die Übermacht.
Endgame ist der vierte Teil der Saga rund um den Untoten bzw. Unsterblichen Schotten Connor MacLeod. Zwar gibt es mittlerweile noch einen neueren Teil, mit Endgame endet allerdings die Ära von Christoper Lambert, der mit dieser Rolle seinen Ruhm einst begründete, inzwischen aber auch wieder im DTV Land sein Dasein fristet.
Der Film soll eigentlich nebenbei noch die Brücke schlagen zur Highlander TV-Serie, dessen Hauptdarsteller Adrian Paul ist und hier in Form von Connors Cousin Duncan dem Publikum näher gebracht werden soll. Allerdings ist diese Zepterübergabe kein wirkliches Highlight der Filmgeschichte geworden. Nachdem in den ersten Minuten erst Connors Ziehtochter Rachel per Bombe aus dem Leben befördert und in Rückblenden nochmal der ungerechte Tod seiner Mutter gezeigt wurde, ist Connor ziemlich durch mit seinem Leben, da alle wesentlichen Personen (bis eben auf Duncan) mittlerweil gestorben sind. Desillusioniert und des Tötens überdrüssig zieht er sich im Anschluß zurück.
Ab dort ist es eigentlich Duncan der den Hauptteil der Geschichte erzählt. Wie gewohnt gibt es wieder zahlreiche Rückblenden in alle möglichen Epochen, in denen neben netten Kostümen auch die Geschichte und Verbundenheit der beiden Cousind näher unter die Lupe genommen wird. Allerdings geht das Script dabei gerne mal ins konfuse und nicht nachvollziehbare über. Ich habe Teil 2 und 3 schon lang nicht mehr gesehen, aber wieso werden denn die Unsterblichen jetzt von irgendwelchen Beobachtern überwacht?
Von den Darstellern können eigentlich am meisten die Finsterlinge sich profilieren. Bruce Payne ist ja schon seit ewigen Zeiten ein 1a Vorzeigebösewicht und kann diese Rolle vermutlich auch im Schlaf überzeugend spielen. Mit Donnie Yen ist zudem ein Martial Arts Spezialist mit dabei, der eigentlich hauptsächlich für die gelungeneren Fights des Films zuständig ist, der Mann hats drauf und ich hätte gerne mehr von ihm gesehen. Lambert selbst spielt ordentlich den müden Cowboy, der Neuling Adrian Paul allerdings ist ein ziemlich ausdrucksschwacher Nachfolger, wirklich Appetit auf die TV Serie konnte er bei mir nicht wecken.
So ein richtiger Bringer ist Endgame nicht geworden. Für Fans der Highlander Reihe trotzdem noch ein muß, allein um zu sehen wie Connor sowohl Schwert als auch den Löffel abgibt. Als Standalone Film ist das ganze allerdings nur noch purer Durchschnitt.
5/10