Wer bei "Blue" einen actionreichen oder höchstspannenden, reinen U-Boot-Thriller erwartet wird enttäuscht werden. Das U-Boot sieht man nämlich erst nach 75 von 105 Filmminuten. Davor wird eine Story von zwei Männern erzählt, die seid ihrer Kindheit die besten Kumpels und unzertrennlich sind. Doch diese Freundschaft scheint wegen einer Frau zu reissen (die 3 Hauptdarsteller agieren sehr gut). Klingt nicht besonders innovativ und das ist es auch nicht - wenn man sich allerdings darauf einlässt, kann die Handlung schon dann am Ende berühren und kann so den Film wieder aufwerten. Das Ganze ist im Militär, genauer gesagt, der koreanischen Marine angesiedelt. Und so wirken anfangs die Einsätze etwas aufgesetzt und erzwungen. Zudem sind bei den Unterwassenszenen klar zu erkennen, dass die Taucher bzw. Schauspieler nicht wirklich im Meer sind. Schade ist außerdem, dass bei so einem Film kein mitreissender Soundtrack zum Einsatz kommt.
Fazit: Kein schlechter Film, aber auch keiner, den man unbedingt gesehen haben muss, da man da viel mehr hätte draus machen können: Z.B. mit etwas mehr Budget bessere Effekte, etwas durchdachtere, klüger eingefädelte Story mit den Unterwassereinsätzen und insgesamt mehr Spannung und Action. Wer sich mit dem langen Liebes- und Freundschaftsdrama als Einführung und auch als Abschluss anfreunden kann, wird aber auch so ganz gut unterhalten.