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iHaveCNit: Everest – Ein Yeti will hoch hinaus (2019)
05.10.2019

Da meine nächste Kinowoche mit der Aufführung des Metallica-Konzerts „S+M 2“, dem neuen Joker und der Puccini-Oper „Turandot“ sehr hart wird, dachte ich mir zur Entspannung und einfach, weil ich noch zwischendrin Bock auf Kino hatte, dass ich mir den neuen Animationsfilm aus dem Hause „Dreamworks Animations“ angesehen hatte, dessen Trailer mir bereits vor „Toy Story 4“ positiv aufgefallen ist. Die Rede ist hier von „Everest – Ein Yeti will hoch hinaus“. Und in diesem Fall bereue ich mal wieder nicht diese Entscheidung für einen schönen, entspannten Kinosamstag.

Die junge Yi aus Shanghai vertreibt sich während der Sommerferien die Zeit mit Gelegenheitsjobs. Das Geld spart sie sich, um eines Tages die geplante Chinareise ihres verstorbenen Vaters anzutreten. Bis eines Tages aus einer Forschungseinrichtung ein junger Yeti ausbricht und sich in ihrer Zuflucht auf dem Dach versteckt. Sie freundet sich mit dem Yeti an und gemeinsam mit den Nachbarskindern Jin und Peng kommt die geplante Reise durch China früher als gedacht, um den Yeti bis zum Everest nach Hause zu führen. Dabei sind natürlich die finsteren Gesellen der Forschungseinrichtung der Gruppe auf den Fersen.

Auch wenn „Everest ...“ oder „Abominable“, wie er im Original heißt, jetzt von seinen Animationen nicht ganz das Level der ganz großen Animationsfilme 2019 erreicht, so braucht er sich aber auch nicht vor den ganz Großen zu verstecken, denn der Animationsstil und vor allem die unglaublich detaillierten Panoramen von Landschaften und der Skyline Shanghais sind großartig geworden, genau wie auch die stellenweise auftretenden magischen Effekte des Yetis. Die Geschichte selbst ist mit den Werten Familie, Trauer, Trauerbewältigung natürlich eine, die nicht nur für Kinder funktioniert – Erwachsene werden hier auch ihren Spaß haben. Gerade mich hat der Film teilweise emotional bekommen und ich konnte über einen Teil der Gags natürlich auch herzhaft lachen. Allgemein mag ich es auch mal, ins Kino zu gehen und einen Saal voll mit Kindern zu erleben, die ihren hörbaren Spaß am Film haben – und das gab es bei diesem Film zur Genüge. Diese Balance zwischen dramatischen und witzigen Tönen ist toll, genau wie die Balance zwischen ruhigen Momenten und Action, um die Geschichte nicht zu hektisch werden zu lassen. Klar ist das Abenteuer in seinem Ablauf natürlich auch vorhersehbar, aber daran habe ich mich nicht wirklich gestört. Da im Film die Musik auch zum Teil eine wichtige Rolle einnehmen wird, ist vor allem der Einsatz von Streicherinstrumenten und natürlich der gesamte Soundtrack von Rupert Gregson-Williams eine super audielle Untermalung des Films.

„Everest – Ein Yeti will hoch hinaus“ - My First Look – 8/10 Punkte

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