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Drei Fuchsgeister, in der Gestalt von anmutigen Mädchen, dürfen als gereinigte Existenzen in die Ewigkeit eingehen, wenn sie enthaltsam leben und brav ihre Zen-Übungen machen. Dummerweise empfindet eine von ihnen lustvolle Gedanken beim Besuch im Tempel des dreigesichtigen Gottes der Fruchtbarkeit. Bald darauf werden die drei Grazien von einem mysteriösen Fremden verführt und unheimliche Ereignisse nehmen ihren Lauf . . .

Die häufig als "Kult" bezeichnete Verfilmung einer chinesischen Legende für erwachsene Zielgruppen entpuppt sich als amateurhaft zusammengeschusterte Mischung aus peinlichen Sex-Szenen, unfreiwillig komischen Dialogen und Spezialeffekten, gegen die die Stop-and-Motion-Skelette aus "Army of Darkness" wie ein CGI-Gewitter aus George Lucas Effektschmiede daherkommen. Sympathisch sind gelegentliche Anachronismen, wie zum Beispiel pinkfarbene Plastik-Haarreifen im antiken China.
Erotik sucht man vergebens, stattdessen gibt es ödes Hetero-Gepoppe, Zooms auf haarige Männerärsche, alberne Lesbo-Schmusereien und Perspektiven kurz vor pornographischem Niveau. Gynäkologische Einblicke in die inneren Werte der Damen bleiben einem dann doch erspart, dafür gibts full-frontal-female Nudity en masse, so anregend wie Knoblauch-Parfüm.
Die darstellerischen Leistungen der Damen ordne man in einer Skala von "hiflos" bis "bemüht" ein, selbst Pornodarstellerinnen wären unterfordert: die können zwar auch nicht schauspielern, wissen aber immerhin einen anständigen Orgasmus vorzutäuschen. Dabei sind die präsentierten Ideen aus der chinesischen Mythen- und Sagenwelt gar nicht mal uninteressant, wäre nicht die billige Optik, die bei jedem Fade-in zuerst die Kulissen nach Titten absucht, um die Szene mit einem Zoom auf ein weibliches Dekollete einzuleiten.
Wenn man als Zuschauer gerade nicht gähnt oder sich eine latente Gehirnerschütterung durch permanentes Kopfschütteln zuzieht, gibt es immerhin was zum Lachen: Zum Beispiel wenn eines der Mädchen zwei zudringlichen Ganoven ihren Schirm in die Eier rammt und diese später ihrem Boss erzählen: "We were beat up by a woman, her Kung-Fu was no match for us".
Hörenswert ist dagegen der athmosphärische Soundtrack aus verschwommenen Chormelodien und traditionellen Instrumenten, der an Sally Yehs klagenden Gesang aus "A chinese Ghost Story" erinnert, den Film aber nur geringfügig aufwertet. In den dünn gesähten Story-Abschnitten wird die gute Absicht des Regisseurs deutlich, leider mangelt es der Umsetzung an Stilgefühl und Geld. Böse war ich nicht, nur frustriert.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes "worst-of" aus "A chinese Ghost Story", "Sex and Zen" und "Die Hexen von Eastwick", so schlecht, daß man es nicht einmal gesehen haben muß. Zwei Punkte für das Echtheits-Zertifikat auf Amy Yips Oberweite (jeweils einen Punkt für jede Titte), plus einen Punkt für die Tatsache, daß der Trash immerhin gut genug war um zwei Fortsetzungen und ein Spin-off zu rechtfertigen. Macht zusammen:

3 von 10 peinlichen Ausreden für Erektionsprobleme.

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