Review

Lina Romay sah früher ja mal ganz passabel aus und deshalb widmet Schmuddelregisseur Jess Franco auch den überwiegenden Part in „Erotikill“seiner Geliebten und ihrem nackten Körper.Wie es bei all seiner Hingabe dem Zuschauer ergeht,scheint ihm egal zu sein und – Mr.Franco – mein Schlüpper ist nach Ihrem Vampirporno noch so frisch und trocken wie vor diesem Ömmelmachwerk – hat also nichts gebracht…

Dabei beginnt es doch fast atmosphärisch,als Lina durch den leicht vernebelten Wald läuft und sich ihr erstes männliches Opfer zwecks Iltis-Abbeißens sucht.
Denn davon lebt die Vampirin eines alten Geschlechts nun mal.Und weil sie verdammt nymphoman veranlagt ist,müssen nicht nur gehirnlose Kerle,sondern auch Reporterin Anne und ein Bettpfosten für ihre sexuellen Gelüste herhalten,was Jess Franco in ermüdend langen Passagen mit schlechter Kameraarbeit einfängt.
(Dass ihre Kissen in jungen Jahren schon eine leichte Tendenz zu Milchtüten entwickeln,hätte man auch besser kaschieren können…)

Die Story ist eigentlich keine,denn alles spielt sich auf Madeira ab,das versunkene Atlantis wird auch ins Spiel gebracht und zu allem Überfluss ermittelt ein Parapsychologe,der ein älterer Bruder von Helge Schneider sein könnte.
Ist aber alles nicht wichtig,denn Hauptsache ist,dass Lina ihren Gelüsten freien Lauf lassen kann und sich stöhnend im Bett räkelt,denn sprechen kann die Gute nun mal nicht(was vielleicht ein Pluspunkt für den Zuschauer ist).

Wenn wenigstens einige Splattereffekte vorhanden wären,könnte man sich vor Schaudern zumindest an die Werkzeugkiste fassen,aber außer eintönigen Schreien männlicher Opfer ist da nichts wahrzunehmen.
Der Score,ach ja,der Score von Daniel White.Das Titelthema ist ja sogar recht gelungen.Doch Franco fand so großen Gefallen daran,dass er es zum Erbrechen wiederholte,so dass es einem auch im Schlaf verfolgen wird.Der Rest besteht nur aus einer Palette biederer 70er Tanzmusik bishin zu typischer Pornohintergrundmucke,die niemanden stört.

Da hat der fast talentfreie Jess Franco mal wieder so richtig zugelangt.Mit „Erotikill“liefert er allenfalls Stoff für diejenigen,die traurig sind,in den 70ern ihren Eltern nicht beim Sex zugesehen zu haben und somit ihre eigene Entstehung verpasst haben.
Wer diesen schwülstigen Dreck nicht sieht,hat garantiert nichts verpasst !
1 von 10 Punkten

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