Review

Ein Film den man nicht wirklich gesehen haben muss! Denn ich weiss nicht so ganz, was ich von "Ken Park" halten soll. Was will uns Larry Clark mit diesem Film sagen? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht.

Der Film fängt recht vielversprechend an: Ein paar Jugendliche einer amerikanischen Kleinstadt werden vorgestellt und ihr normaler öder Alltag wird gezeigt. Halt! Ein so normales Leben führen die nicht: Ein Typ hat mit der Mutter seiner Freundin ein Verhältnis, ein Vater will an seinem Sohn seine homosexuellen Gefühle ausleben, ein anderer Bursche hasst seine Grosseltern und eine junge Frau leidet unter ihrem christlichen Vater, vögelt sich aber durch ihren ganzen Freundeskreis. Doch das Ganze wird so explizit und so plakativ umgesetzt, dass man sich fragen muss: Ist das wirklich ernstgemeintes Kino? Man hätte "Ken Park" viel subtiler und intelligenter inszenieren können. Larry Clark schlägt regelrecht mit dem Vorschlaghammer auf den Zuschauer ein. Bei manchen Filmen mag das positiv sein (so z. B. "Irreversibel"); bei "Ken Park" ist es genau das pure Gegenteil. Alles ist zu offensichtlich und wirkt zu künstlich. Wer will schon ein Typ beobachten, der sich einen runterholt (in Nahaufnahme ohne irgendwelche Tricks), dann ihn den Ohnmacht fällt und schlussendlich seine Grosseltern erdolcht. Das ist definitiv ein zu grosser Vorschlaghammer. Zudem kommen diese pikanten Szenen sehr eklig und abscheulich am Zuschauer an.

Eines muss man dem aber Film lassen: Die Kamera, die Musik, der Schnitt und die Schauspieler sind ziemlich gut und können rundum überzeugen.

Obwohl ich schon sehr viel gesehen habe (und oftmals auch für gut befunden habe), finde ich "Ken Park" abstossend. Doch jeder soll sich selber eine Meinung bilden.

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