Jim Jarmuschs Zombiekomödie ist ein bisschen „late to the party“: So gut wie alle Arten des hier versammelten Humors haben andere vor ihm schon ausprobiert, zum Teil mit größerem Erfolg.
Da gibt es die Meta-Gags („Why does this song sound so familiar?“ – „It‘s the title song!“) und In-Jokes (Anspielungen auf Romero & Co., auch ein Comic-Nerd ist mit dabei), es gibt Absurditäten (Tilda Swinton als Samuraischwert schwingende Leichenbeschauerin im Smart Cabrio), Satire (die Toten sind nicht nur für Menschenfleisch zurückgekommen, sondern auch für "Wifi") und es gibt natürlich zahlreiche Deadpan-Situationen (in denen einfach nur geguckt wird).
Es hat ein wenig den Anschein, dass Jarmusch zwar die Klassiker des Genres kennt, seit den 80ern aber keinen Zombiefilm mehr gesehen hat. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass es ihm einfach egal ist. Jarmusch macht ohnehin schon immer sein Ding und überträgt die ihm eigene Lakonie auch auf diesen Film. Das wirkt oftmals altmodisch und bemüht, wer allerdings den schleppenden Stil und die vielen tollen Schauspieler mag, kann auch hieran seine Freude haben. Zwei Stunden im Auto mit Bill Murray und Adam Driver hätten es allerdings auch getan.