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Mit über zwei Stunden Laufzeit gerät diese Menschenjagd im deutschen Wald unnötig lang und pendelt zwischen Amateur- und Low-Budget-Independentproduktion. Die Action ist budgetbedingt unspektakulär, aber bei den Shootouts spritzt immerhin ordentlich Blut. Die Dialoge sind dreckig-sleazig und Claude-Oliver Rudolph verkörpert einen sadistisch-widerlichen Menschenjäger, der homophobe und rassistische Sprüche am laufenden Band absondert. Debil wirkt hingegen das Overacting von Thomas Kercmar, der den exzentrischen Bösewicht mimt und besser in Bethmann-Pornos wie Notgeile Knastjulen zur Unzucht erzogen (2004) aufgehoben ist. Hätte man die Dialoge gekürzt und das für die Z-Promi-Auftritte abgehalfterter Gestalten wie Ralf Richter, Martin Semmelrogge oder Micaela Schäfer (die außer ihrem Bekanntheitsgrad nichts beitragen) eingesparte Budget in ein ordentliches Ende investiert, wäre das sicher besser gewesen.