Christiane Kerner fällt kurz vor dem Mauerfall ins Koma und, da ihr Arzt sagt, dass jeder Schock sie töten kann, ist ihr Sohn gezwungen, die DDR in ihrem Haus wiederaufleben zu lassen, was sich auf Dauer jedoch als sehr schwer herausstellt.
Die Grund-Idee des Films ist gut und hat viel Potential, die Umsetzung ist jedoch eher mittelmäßig gelungen. Es gibt durchaus lustige Stellen, vor allem im Mittelteil, das Ende wird dann leider zu dramatisch und hinterläßt einen faden Beigeschmack. Vor allem die relativ vorhersehbaren Streitereien innerhalb der Familie sorgen für ein paar langweiligere Passagen. Darüber hinaus sollte man sich mit der deutschen Geschichte ein wenig auskennen, da man sonst die Hälfte der Witze nicht versteht.
Die Chraktere sind ordentlich: Christiane Kerner lebt ganz für die DDR, weil ihr Mann in den Westen geflohen ist. Ihr Sohn Alexander bemüht sich sehr für sie und will sie nicht verlieren. Er scheut keine Kosten und Mühen, um sie zu retten.
Die Wiedervereinigung ist durchaus gut verdeutlicht und historisch richtig dargestellt. Mit einem sarkastischen Blick wird die DDR hier behandelt, was aber auch stellenweise für den Westen gilt.
Die Darsteller sind gut, vor allem Daniel Brühl ist sehr stark.
Zusammenfassend ist Good bye, Lenin eine Tragi-Komödie, die stellenweise lustig und sarkastisch ist, eine dramatische Handlung hat, stellenweise aber leider etwas langweilig ist.