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In dem von Sam und Kailey Spear inszenierten Kurzfilm findet eine eine Gruppe von Minenarbeitern in den Schächten der Kolonie „Bowen's Landing“ einen toten Kollegen. Der geöffnete Brustkorb gibt dem geneigten Publikum schon einen Hinweis, was da über die Truppe alsbald hereinbrechen mag.

Der Film entstand im Rahmen eines Projekts zum vierzigjährigen Jubiläum von Ridley Scotts „Alien“ (1979), ist mit seinen knapp elf Minuten recht übersichtlich und bietet im Hinblick auf das zugrundeliegende Szenario eine zwar bekannte, aber für einen Fanfilm nicht schlecht umgesetzte Geschichte. Die Minenschächte sind passend finster, der Weyland-Yutani-Konzern hat seine Finger im Spiel und von Glibber über Säure bis hin zu Eiern bekommt man einige aus der Filmreihe bekannte Zutaten spendiert.
Allerdings bricht der Streifen dann auch ab, wenn es rund gehen sollte. Das Budget gab sowas nicht her. Zu sehen bekommt man also nicht so viel, mehr verlässt sich „Ore“ auf die Atmosphäre und das Abrufen bekannter Gedanken, die man im filmischen Gedächtnis trägt.

Gedreht wurde in einem Museum bei Vancouver, das Set versprüht dabei einen recht irdischen Charme. Gleichsam sieht es mit den weiteren Räumlichkeiten aus, da fehlt es etwas an dem SciFi-Aspekt. Der Xenomorph ist CGI, sieht in seinen kurzen Auftritten okay aus. Man darf nicht vergessen, dass es kein großes Projekt ist und dafür ist das Gesehene solide, wenn auch frei von Überraschungen.

„What do you mean … something?“

Netter Fanfilm mit überschaubarer Laufzeit und ebensolchen Schauwerten. Die Geschichte ist ein typisches „Alien“-Szenario, die Inszenierung respektabel und man findet einige bekannte Zutaten aus der Filmreihe. Wenig originell, aber nett gemacht.

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