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Drei Sideshow-Performer, Bauchredner Echo (Lon Chaney), Muskelmann Hercules (Victor McLaglen) & der kleinwüchsige Tweedledee (Harry Earles), tun sich zusammen, um als "The Unholy Three" mit Raubzügen das große Geld zu machen. Als es dabei zu einem Mord kommt, plagen Echo & seine Freundin Rosie (Mae Busch) Gewissenbisse, zumal für das Verbrechen ein Unschuldiger zum Handkuss kommen soll...

"That's all there is to life, friends - a little laughter... a little tear..."

Ein bitterböses & schwarzhumoriges Gaunerstück von Tod Browning, in dessen Zentrum drei so gar nicht nette Menschen stehen. Echo ist das Gehirn der Truppe, der sich, verkleidet als alte Oma, das Vertrauen der Opfer erschleicht. Geht es nach ihm, soll alles gewaltlos ablaufen. Seinen Komplizen hingegen sind Tote egal.

Laut IMDb gab es da ursprünglich eine Szene, in der Tweedledee (der als süßes Baby auftritt) ein Kind tötet, doch Browning entfernte die Sequenz vor Veröffentlichung, die erschien ihm doch "too disturbing". Die Schauspieler gehen in ihren Rollen so auf, dass es eine Freude ist, ihnen zuzuschauen.

Die Bildgestaltung hält ein paar hübsche Schattenspiele bereit, Browning steuert etwas Hitchcock’schen Suspense bei (z. B. beim Wackel-Elefanten) & für die Tierfreunde gibt es "sprechende" Papageien & einen "großen" Affen. Dass der Plot des Stummfilms einige Male ins Melodramatische abrutscht & das Ende etwas arg auf happy gebürstet ist (bittersüß im Abgang), ist zu verschmerzen.

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