Review

Spooky Eastern, der mit der aus unzähligen Shaw's gewohnten Umgebung arbeitet, und daraus zusammen mit dem unheimlichen Geschehen sehr viel Atmosphäre entwickelt, was durch zusätzlichen Nebelschwaden und die oftmalige Dunkelheit - Angriffsattacken sind grundsaetzlich genretypisch in der Nacht - noch verstärkt wird.
Der Titel gibt den Plot vor: Die erstklassigen Laternen von Chun Fang [ Lo Lieh ], der einsam und bisher unentdeckt in der Ödnis wohnt, sind aus Menschenhaut hergestellt. Während sein alter und überlegen fühlender Feind Master Lung [ Anthony Lau Wing ] unwissend neue Kreationen für das zukünftige Laternenfest bestellt, hat er gleichzeitig eine erbitterte Fehde mit Tan Fu [ Chen Kuan Tai ]. Diese eskaliert, als beiden die Frauen geraubt werden und jeder den anderen verdächtigt.
Was über weite Teile ein normaler Swordsplay - Flick ist, bekommt durch den unheimlichen Dritten eine sehr makabere Note, die wilde Maskierung, die theatralischen Bewegungen, die unterirdische Laternenwerkstatt samt abgetrennter Köpfe , aufgespannter Haut und Knochenmühle sorgen für - etwas trashigen - Nervenkitzel.
Die exzellenten Kampfszenen sorgen für die nötige Action, visuell und ästhetisch werden die üblichen schön ausgearbeiteten Kulissen eingesetzt, das Spekulative am Film wird durch das ernste Herangehen und die Themen von Rache und Vergeltung weitgehend übertüncht.
Als Hauptfigur dient der eingebildete und selbstverliebte Master Lung, nicht gerade die Perspektive eines Helden. Der Wettstreit zwischen ihm und Tan Fu ist eher lächerlicher Art, es geht um eine Prostituierte und die beste Laterne, trotzdem wird er im Verlaufe angesichts des Bösen auch Identifikationsfigur, denn die Polizei ist trotz oftmaliger Präsenz grundweg machtlos.
Im tobenden Finale treffen alle aufeinander, und spätestens als Chun Fang den Stützpfeiler seines Hause wegzieht und die sich auf dem Dach befindlichen Polizisten in glorreicher Zeitlupe samt des Gebäudes einstürzen, hatte mich die filmische Trivialgeschichte.

Details