Jack Stuart, der Sohn des amerikanischen Botschafters, wird irgendwo im mittleren Osten von arabischen Terroristen entführt, die die Herausgabe der Baupläne für eine neu entwickelte Waffe fordern: Eine Ultra-Neutronen-Bombe, die bei Detonation jegliches Leben im Umkreis der Explosion vernichtet, aber Terrain und Gebäude unversehrt lässt... und die natürlich prima dazu geeignet wäre, um ganze Landstriche zu entvölkern. Da mit Terroristen nicht verhandelt wird, kommt der Botschafts-Attaché Jim Rather auf die Idee, eine Gruppe von Las Vegas-Showgirls in einem Crashkurs für den militärischen Kampfeinsatz ausbilden zu lassen und anschließend in den Wüstenstaat einzuschleusen, damit die Mädels Jim aus den Händen der Entführer befreien. Gesagt, getan: Kaum sind Jan und ihre Kommando-Tussis vor Ort, geben sie den Terroristen auch schon Saures... wenn sie nicht gerade gemeinsam in der geräumigen Badewanne ihres Hotelzimmers relaxen... Der Blick auf den Inhalt lässt einen bereits vermuten, dass man es bei "Angel's Höllenkommando" (Deppen-Apostroph authentisch) nicht mit einem ernstgemeinten Genre-Beitrag zu tun hat, sondern ganz offensichtlich mal eher mit einer gewollten Parodie auf derartige Söldnerfilm-Stoffe (die "Wildgänse" sind ein Dreck dagegen!), die nur leider in der filmischen Umsetzung durch Kenneth Hartford vollkommen misslungen ist, so dass man hier im Endeffekt wirklich überhaupt nichts mehr zu lachen hat. Alle Augenzwinkerei der Welt sorgt da nicht dafür, dass der Zuschauer willens wäre, die schiere Abfolge von Schwachsinnigkeiten am laufenden Band als "Handlung" zu begreifen, die zudem in dem repetitiven Mittelteil einer Dramaturgie folgt, die fast schon eines Shakespeare würdig ist: Nach jeder dilettantischen Action-Einlage geht es wie nach 'nem Einkaufsbummel nämlich direktemang wieder ab ins Hotelzimmer, wo die Darstellerinnen in der Badewanne rumlümmeln dürfen, bis telefonisch die nächsten Anweisungen durchgegeben werden... wash, rinse, repeat (im wahrsten Wortsinn!). Recht passend präsentiert von der 80s-Actiongülle-Klitsche Cannon unterbietet das Ganze dann sogar deren üblichen Output noch bei Weitem, denn jeder Streifen mit Chuck Norris oder Michael Dudikoff ist hiergegen doch glatt die hohe Kunst des Filmemachens. "Zusammengestoppelt" ist da noch die schmeichelhafteste Umschreibung, die einem für "Angel's Höllenkommando" in den Sinn kommt. Dass dabei quasi im Vorbeigehen auch noch ein paar rassistische und sexistische Stereotype bedient werden, nimmt man bei soviel Inkompetenz auf allen handwerklichen Ebenen dann auch schon gar nicht mehr groß zur Kenntniss. Die auffällige Häufung bizarr-bescheuerter Einfälle im dritten Akt - wie etwa eine mittelalterliche Burg mitten in der Wüste oder die "Scooby-Doo"-mäßige Demaskierung eines Verräters in der letzten Szene - lässt sich übrigens dadurch erklären, dass der ursprüngliche Drehbuchautor für seine Arbeit nicht bezahlt wurde und darum einfach die letzten paar Seiten seines Skripts einbehalten hat, weswegen Kenneth Hartford beim Dreh auf die Schnelle selbst ein Ende zusammenstümpern musste... was so ziemlich exakt die Entstehungs-Geschichte ist, die man sich beim Betrachten dieses Mülls in Gedanken eh schon ausgemalt hat. Wer nun aber hofft, zumindest noch als Trashfilm-Fan auf seine Kosten zu kommen, den muss ich ebenfalls enttäuschen, denn Spaß macht das alles wirklich nicht! Ach ja, eine Braut mit dem Namen "Angel" kommt hier - dem deutschen Titel zum Trotz - weit und breit natürlich auch nicht vor...
2/10