Dr.Akikawa, eine junge, sympathische Psychologin in klinischem Einsatz erhält Besuch von einer jungen Patientin, die auf der Straße aufgegriffen wird. Dort läuft sie barfuß umher, apathisch, aber offensichtlich mit übernatürlichen Kräften. Wie wir als Filmzeugen wissen, ist sie die einzige Überlebende eines Wohnungsbrandes, den ihre Mutter zu verantworten hat. Diese starb dabei, wollte aber eigentlich ihre Tochter töten, die sie im abgeschlossenen Wandschrank "hielt". Dazwischen kam aber unsere altbekannte Freundin mit langen Schwarzen Haaren, titelgebend genannt SADAKO. Der Brand verläuft schief, die kleine landet in der Psychiatrie wo sie Angst und Schrecken verbreitet. Zu spüren bekommt dies auch Langzeitpatientin Frau Kurakashi, die, eigentlich entlassen, zum Stalker von Frau Dr. wird. Hier wird sie dann in Sadakos Treiben hinein gezogen und klärt die Medizinerin über den Fluch der kleinen Sadako auf. Derweil Akikawas Stiefbruder, der gerne Online-Star wäre, auf die Idee kommt, seine schwindenden Zuschauer zurück zu gewinnen, wenn er sich per Live-Stream in die Hölle begibt. In diesem Fall die ausgebrannte Wohnung der kleinen Jane Doe. Der Rest ist zu sehen...
Hier ein neuer Versuch von Nakata Hideo seinem Ringu-Franchise neues Leben einzuhauchen. Und ich finde, das ist ihm eigentlich sehr gut gelungen, diesmal. Es gab ja im Ring-Sadako-Universum schon wahrlich Haarsträubendes (im negativem Sinne) zu entdecken, aber diesmal ist das Remake ordentlich. Die Schauspieler sind gut, der Handlung ist super zu folgen, was mir bei manchen Ringu-Filmen etwas schwerer fällt. Der Soundboard ist super und, das eigentliche Highlight ist, das die Geschichte Sadakos, zu besserem Verständnis, nochmal von Anfang an dargestellt wird. Es gibt wieder ein Video. Diesmal aber eher randständig, trotzdem essentiell und gut. Natürlich sind langhaarige Mädchen ohne Gesicht schon allerschwerst klischeebeladen, aber Sadako als Unheilsbringerin ist hier angenehm unauffällig. Die Handlung ist stringend, es gibt wieder einen Brunnen, eigentlich alles, was Ring ausmachte ist vorhanden. Das hätte Hideo auch eher schaffen können, oder auch nicht. Diesmal kam ein gelungener Film heraus, unterhaltsam, spannend. Manchmal mit Längen, aber es lohnt sich. Ich wahr angenehm überrascht und empfehle diesen Film.
Und im Verhältnis zu manch anderem Ring-Müll bekommt diese Sadako glatte
9/10