Inhalt:
Die 108 Rebellen des Liang Shan-Deltas sind dem Kaiser treu ergeben. Ihr Kampf gilt korrupten Gouverneuren und Beamten, die die Provinzbevölkerungen ausbeuten.
Einige von diesen wollen die Rebellen endgültig loswerden und setzen ihre Hoffnungen auf den MartialArts-Fighter Shih Wen (Toshio Kurosawa).
Die Rebellen ihrerseits bitten den ehemaligen Gefährten Lu Junyi (Tetsuro Tamba) um Hilfe, doch dieser und sein Adoptivsohn, der Ringer Yen (David Chiang) wollen sich zunächst aus diesem Machtkampf heraushalten.
Lu´s Frau (Lily Ho) nimmt es mit der Treue nicht so genau. Sie und ihr Liebhaber (Tien Ching) spinnen eine Intrige, in derem Verlauf Lu ein Verbrechen unterstellt wird.
Er wird arrestiert. Jedoch befreien ihn die Liang Shan-Kämpfer, er stellt sich nunmehr auf ihre Seite.
Es kommt zum mörderischen Show-Down, bei dem sich am Ende Shih und Lu gegenüber stehen.....
Fazit:
Der epische Eastern "The water margin" von Chang Cheh erhält von mir trotz einiger Mankos noch ein gute Note. Der Streifen hat viel Atmosphäre, eine sehr gute Ausstattung und vor allem: Er ist stark handlungsorientiert.
Die Story steht hier im Vordergrund, sie ist subtil aber mit stetig höher strebendem Spannungsbogen inszeniert. Davon lebt dieser Film.
Die Mankos: Einige der Stars, wie Ti Lung und Chen Kuan Tai. sie kommen so gut wie gar nicht vor. Das liegt wohl daran, dass dieser Film offenbar von vornherein als Prequel zu "Die Eroberer" ("All men are brothers") konzipiert wurde, in diesem genannten Streifen haben Chen und Ti Lung deutlich größere Rollen, vor allem Chen Kuan Tai.
Dies ist mehr ein Film der beiden japanischen Darsteller Kurosawa und Tamba ("Der Schatten des Shogun" u.v.a.). Das sind dann mal neue Gesichter im chinesischen Eastern.
Die Hauptrolle der etablierten Shaw-Stars nimmt hier David Chiang wahr, der die Sache mit viel Agilität zu meistern versteht. Das bringt mich zu einem weiteren Manko, den Fights!
Der Film ist wie erwähnt, stark handlungsorientiert, da fielen die Fights etwas ab, warum aber eigentlich?
Der Endkampf..., er wirkt irgendwie gehemmt und unispiriert, da sind wir wirklich besseres von Darstellern und Regisseuren des Films gewohnt, auch wenn es am Ende wieder sehr blutig wird.
Highlights gibt es vorher, als Tamba die untreue Ehegattin nebst Rivalen killt, das hatte was.
Dennoch stehen die Fights hinter der Handlung zurück, das wird bei "Die Eroberer" anders.
Unterm Strich gibt es aber ob der Handlungsorientiertheit des Streifens, der Ausstattung und der gut aufgelegten Darsteller Tetsuro Tamba und David Chiang noch eine gute Note für den bunten Abenteuer-Streifen aus dem Hause Shaw Brothers. Ein Eastern, den man(n) auch gut mit der Gattin anschauen kann. Für diese ist "The water margin" nach "The pirate" ("Die Teufelspiraten von Kau-Lun") die "Nr. 2" unter den Filmen der Shaw Brothers.