Review

In einer scheinbar idyllischen amerikanischen Kleinstadt verschwindet ein 12-jähriger Junge spurlos. Es ist nicht das erste Kind, das hier verschwindet. Detective Greg Harper leitet die Ermittlungen und steht unter enormem Druck, einen Täter zu präsentieren. Auch privat belasten ihn Probleme. Nach einem Seitensprung seiner Ehefrau Jackie , leiden er und Sohn Connor sehr unter dem angespannten Familienverhältnis. Als sich im Haus der Harpers dann auch noch eine mysteriöse Präsenz einschleicht und die Familie terrorisiert, droht die Illusion der friedlichen Kleinstadtidylle endgültig zu zerbrechen ...

Eine mysteriöse Präsenz hat mir in der Zusammenfassung gut gefallen, denn auch ich glaubte mindestens die Hälfte des Films, dass es sich hier um etwas übernatürliches handelt und verrate sicher nicht zu viel, wenn ich sage, das dem nicht so ist.

Überhaupt ist hier absolut nichts so wie es scheint. Ähnlich wie bei dem ebenfalls gelungenen THE BODY, wird im ersten Teil eine Geschichte erzählt, die dann im zweiten Abschnitt vollkommen anders verläuft.

Ich mag hier nicht zu viel verraten, aber das Drehbuch ist schon genial. Ein wenig erinnert das ganze auch an THE OTHERS, nur eben im Thriller-Bereich, denn auch da werden 2 Geschichten mehr oder minder parallel erzählt, die dann zu einer Lösung finden, auf die man nie und nimmer kommen kann.

Die Schlusspointe ist allerdings nicht ganz so clever, wie sie gerne wäre oder ich habe einfach zu viele Filme gesehen, aber trotzdem gibt das keinerlei Abzug. Überhaupt ist es schwierig hier kritisches anzumerken. Lediglich in der Mitte des Filmes gibt es spannnungstechnisch einen kleinen Durchhänger, doch den kann man einfach nicht vermeiden und daher stört er auch im Endeffekt nicht. (ich glaube man merkt, es ist schwer hier nicht zu viel zu verraten)

Erschreckend ist jedoch das heutige Aussehen von Helen Hunt, die anscheinend jeden Morgen ihren Kopf in ein Botox-Bad tunkt. Sorry, aber ich verstehe nicht, wie man das als Frau schön finden kann. Im Alter bekommt man eben Falten – was solls? Schauspielerisch ist sie zwar wie immer großartig, aber ihr Äußeres ist schon gewöhnungsbedürftig. Der Rest des Castes ist grundsolide.

Fazit: Wendungsreicher Thriller trifft es nicht annähernd, denn wie sich ein Streifen so dermaßen drehen kann, dass eine ganz andere Geschichte daraus wird, ist wirklich empfehlenswert anzusehen.
Ein ganz klarer Geheimtipp.

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