Review

Bergsteiger Brad Pitt verbringt die 6 Jahre des 2. Weltkriegs in Tibet und freundet sich mit dem Dalai Lama an.

Story:
Im Herbst 1939 bricht der österreichische Bergsteiger Heinrich Harrer (Brad Pitt) auf, um den höchsten Gipfel der Erde zu erklimmen. Doch nach Ausbruch des 2. Weltkriegs werden sie von britischen Kolonialtruppen gefangen genommen und kommen in ein Gefangenenlager. Nach Monaten gelingt ihm mit anderen Soldaten die Flucht. Auf ihrem Weg durch die Berge dringen sie bis nach Tibet vor, das zu der Zeit noch für Fremde gesperrt war. Dort erleben sie eine Kultur und Menschen, die den selbstherrlichen Egoisten Heinrich und den Expeditionsleiter Peter Aufschnaiter (David Thewlis) grundlegend verändern. Unter anderem treffen sie das Oberhaupt der Tibeter. Doch auch dort droht Gefahr. Und zwar durch China......
Mit atemberaubenden Bildern wurden die Memoiren Heinrich Harrers verfilmt. Ob nun wirklich alles so abgelaufen ist, darf man bezweifeln. Das ist aber in diesem Film Nebensache. Die Geschichte um den Bergsteiger Harrer verkommt in dem Film auch eher zur Nebensache. Der Schwerpunkt liegt auf der Vorstellung der tibetischen Kultur, des Landes und deren Bewohner. Und diese Dinge wurden perfekt in Szene gesetzt. Dazu bekommt man noch die vielleicht schwierigsten Stunden Tibets vorgestellt.

Musik:
Wie es zu so einem Film passt, ist dieser Film sehr stark mit tibetischen, also fernöstlichen Klängen inszeniert. Passend und einfühlsam, manchmal aber ein wenig zu eintönig und zu oft wiederholend wird das Geschehen untermalt. Insgesamt aber solide.

Atmosphäre:
Zurücklehnen, entspannen und sich fesseln lassen. Anfangs bekommt man einen durchschnittlichen Abenteuerfilm im Himalaja geboten, um später einen nicht nur visuell beeindruckenden Blick in eine so fremde und weit entfernte Kultur zu bekommen. Mit sehr viel Sorgfalt wird Tibet inklusive seiner einfachen Menschen und Oberhäupter vorgestellt. Etwas übertrieben ist nur die Darstellung der Tibeter, da so ziemlich jeder einen weisen Spruch auf den Lippen hat. Der unsympathische, arrogante Harrer entwickelt sich zu einem hilfsbereiten netten Mann. Peter findet dort seine große Liebe. Die Harmonie ist perfekt und der Zuschauer wünscht sich, das es ewig so weiter geht. Doch dann will das kommunistische China Tibet an sein Reich anschließen. Dank des Verrats eines tibetischen Ministers ist das friedliche Tibet den kriegerischen schutzlos ausgeliefert und muss sich geschlagen geben. Für Action ist auch gesorgt (Krieg mit China), sie lässt den Film noch mal ein wenig Fahrt aufnehmen. Das wäre zwar nicht nötig gewesen, verdeutlicht aber die Greueltaten Chinas. Für Heinrich bedeutet das das Ende seines Aufenthalts. Er kehrt nach Österreich zurück, wo der Krieg inzwischen beendet ist. Packend!

Schauspieler:
Brad Pitt zeigt hier mal wieder, das er in so ziemlich jeder Rolle gut aussieht. Anfangs sehr machohaft und cool , spielt er seine Rolle in Tibet ungewohnt zurückhaltend, ja fast ehrfurchtsvoll. Eine seiner besten Leistungen. Er lässt mit seiner ruhigen Darstellung, auch anderen Figuren die Möglichkeit sich zu entfalten. Bei der Verabschiedung vom Dalai Lama kommen einem fast die Tränen ;-)

Fazit:
Gelungener, interessanter Blick in eine ferne Kultur, der ein wenig mit einem Abenteurfilm gemixt wird. Brad Pitt spielt, wie auch der Rest, überzeugend. Unbedingt mal ansehen. Allein die Landschaftsaufnahmen sind einen Blick wert.

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