Wenn es sich unmissverständlich um einen Zombiefilm handelt, sind Zweifel nicht unberechtigt hinsichtlich der verzögerten Erscheinung und der Tatsache, dass gleich fünf unterschiedliche Autoren und Regisseure and dem Projekt beteiligt waren. Letzteres erklärt sich allerdings durch Segmente weltweiten Zombieaufkommens, was eigentlich für Abwechslung sorgen soll, doch optisch geben jene Schnipsel erschreckend wenig her.
Ein Professor befindet sich auf der Flucht vor Regierungsbeamte und gelangt in die Empfangsräume eines Fernsehsenders, um seiner Bekannten, der Journalistin Katya ein wichtiges Dokument zu übermitteln. Doch längst ist das Gebäude von Infizierten umgeben, die es auf Frischfleisch abgesehen haben…
Der magere Look durchzieht den kompletten Streifen: Die unbekannten Mimen machen wenig her, die Auslandseinspieler bieten kaum mehr als billige Camcorder-Optik und auch die Räumlichkeiten des Senders sorgen nur sehr bedingt für Atmosphäre. Zwar sind insgesamt relativ viele Statisten als Zombies unterwegs, doch das Make-up fällt allenfalls zweckdienlich aus, während sich einige Laien zu wenig auf ihre Funktion konzentrieren. Unentschlossen kommt zudem die Mobilität der Angreifer rüber, die mal wieselflink heraneilen, während andere klassisch schlurfen.
Die Aufteilung in zwei, drei parallel ablaufende Handlungsstränge sorgt derweil für ein einigermaßen stabiles Tempo, zudem kommt es in regelmäßigen Abständen zu tödlichen Konfrontationen, die mit einigen Fressszenen handgemachter Art einhergehen. Leider werden während der Action, insbesondere einiger Einschüsse überdeutliche CGI bemüht und auch zwei Brände aus dem Rechner können alles andere als überzeugen.
Was ebenfalls ein Manko darstellt, sind taugliche Sympathieträger. Zwar konzentriert sich der ungleiche Kampf im Verlauf auf ein recht übersichtliches Grüppchen, doch diverse Streitereien und ein allgemein zwischenmenschlich kühles Verhalten drosseln das Mitfiebern merklich. Die wenig überzeugenden Mimen mit der weitgehend lustlosen Synchro unterstreichen dieses Problem.
Ohne coole Figuren ist es nur der halbe Spaß bei einem Zombiestreifen, der sich durch die Bank ernst nimmt und auf hohle Phrasen statt fundierte Hintergründe setzt. Der weitgehend offene Ausgang passt irgendwie zu dem inhaltlich dünnen Treiben, welches lediglich durch ein wenig Tempo und entsprechende Zombiekonfrontationen zu unterhalten vermag.
Knapp
4 von 10