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"Wo ist der Paraist? Wo ist der Parasit? Na, wo is er denn?" ... Nein. Die Frage ist, wer hier der Parasit ist. Eine interessante Frage, sofern man sich Welt von Pflanzen, Tieren und auch Menschen genauer ansieht. Wer ist der Nutznießer, wer der "Befallene" und wer, verdammt nochmal wer bestimmt, welche Rolle jemand einnimmt oder welche einem zugeteilt wird.

Es gibt Parasiten. Die Natur ist voll davon. Doch dieser Oscar-prämierte Streifen, den ich heute zum 4. Mal gesehen habe - er war eine jede Sichtung davon wert! - reduziert sich auf unseren unmittelbarsten Parasiten, einen fassbaren, wahrnehmbaren Parasiten. Jeder von uns kennt Parasiten, bewusst oder unbewusst, parasitäre Bestrebungen in unserem Umfeld. Solche parasitären Ziele, ohne Wenn und Aber, umzusetzen, erfordert vom Menschen nicht viel. Es geht leicht. Es liegt in seiner Natur. Die Natur des Menschen.

So, und jetzt zum Film. 1A++. Ein Megastreifen aus dem asiatischen Gefilde. Die Story ist simpel. Ohne etwas vorweg nehmen zu wollen, handelt dieses Meisterwerk von .... Parasiten. Genau. Menschliche Parasiten.

Ganz einfach erklärt: Eine Parasiten-Sippe nistest sich in einer höheren Parasiten-Familie ein, welche selbst zu Parasiten an der noch höheren Sippe werden und die höchste Sippe ist letztendlich der größte Parasit von allen. Er hat sich in unserer Gesellschaft eingenistet, in unterschiedlichen politischen Systemen usw.

Das Leben besteht offenbar aus nehmen und geben. Dies wird in diesem kurzweiligen, obwohl sehr lang andauernden, Film deutlich gezeigt.

Je tiefer man in der Ebene ist, desto mehr neigt man dazu, sich der nächst höheren anzunäheren. Widerstand ist meist zwecklos und wenn, dann bringt es meist Opfer.

Über diesen Film kann man stundenlang schreiben.

perfekter Ton, perfektes Bild, passender Score, grandiose DarstellerInnen und offenbar eine einwandfreie, tolle Regie.

Dieser Streifen regt zum Nachdenken an. Immerhin hat man hierzu auch über 2 Stunden Laufzeit die Gelegenheit, doch man sollte sich dessen Inhalt wirklich zu Gemüte führen und darüber nachdenken. Vielleicht auf sich selbst oder auf das derzeit herrschende Gesellschaftsbild umlegen.

FAZIT: Tolles Meisterwerk. Viele werden nach einer gewissen Zeit abschalten, einige werden ihn zu Ende sehen, einige werden auch darüber nachdenken. Makellose Produktion, Regie und Umsetzung. Fesseld, verstörend und letzendlich auch ein wenig spritzig, aber nur ein wenig.

Von mir stolze 10*** Punkte

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