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Selten war ein Film erdrückend realer. Die von Hans-Christian Schmid erzählten Episoden an der deutsch-polnischen Grenze zeigen Menschen auf der Suche nach dem Licht. Sie sind auf der Suche nach einem Ausweg aus ihrer Trostlosigkeit und krallen sich an die kleinsten Strohhalme. Um das hervorragende Drehbuch wirkungsvoll umsetzen zu können, greift Schmid auf ein herausragendes Ensemble – in dem sich ein weiteres Mal seine Entdeckung August Diehl befindet – und einen perfekt arrangierten Soundtrack von The Notwist zurück. Sicherlich werden einige Hollywood-gewöhnte Zuschauer mit „Lichter“ große Probleme haben, denn einen wahren Helden wird man vergebens suchen – allesamt laufen die Figuren in eine ausweglose Zukunft. Keiner von ihnen wird zu guter Letzt als Gewinner die Leinwand „verlassen“. Ähnlich wird es dem Zuschauer ergehen: Dieser wird erschlagen von der Tristesse noch einige Zeit an „Lichter“ knabbern.

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