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„Toy Story“ war bei Erscheinen eine Besonderheit, stellt der Film der Pixar Animation Studios doch den ersten komplett am Computer entstandenen Spielfilm dar. In diesem geht es um die Spielzeuge des Jungen Andy, die in dessen Zimmer quasi ein Eigenleben führen. Da bringt es einiges an Veränderung mit sich, als Andy mit der Actionfigur des Buzz Lightyear ein neues Spielzeug bekommt. Denn nicht nur ist der bisherige Kinderzimmerprimus Woody darüber wenig erfreut, Buzz selbst scheint sich seiner Rolle als Plastikpuppe nicht bewusst zu sein.

Die Geschichte um Spielzeuge und somit auch um ein Stück Kindheit besitzt einen gewissen Reiz. Erzählerisch kann man so mit den verschiedenen Ebenen hantieren und stellt das Gespielte mit dem dann hier realen Wesen der Spielzeuge gegenüber. Diese Projektionsfläche füllen die Macher mit Leben und so ist das Szenario trotz seiner Phantastik von Beginn an greifbar, weswegen die Idee auch einfach gut funktioniert. Dass die Figuren, vordergründig Cowboy Woody und Space Ranger Buzz, eine gewisse Entwicklung durchmachen und der Film so nebenbei noch das Thema Freundschaft und Zusammenhalt behandelt, geht flott von der Hand. Dazu gibt es als Antagonisten noch den gestörten Nachbarsjungen mit seinen Kreationen, da haben sich die vier Drehbuchautoren schon ausgetobt. Kurzweilig ist dieser Erstling der Reihe mit seinen knapp über achtzig Minuten allemal.

Der Humor ist dabei sowohl für die jüngere Zielgruppe ansprechend als auch für ein älteres Publikum funktionell. Letzteres sollte sich bei kommenden Pixar-Produktionen noch stärker etablieren. Visuell ist der 1995 erschienene Animationsfilm sichtlich in die Jahre gekommen. Hübsch ist er immer noch, aber gerade was Detailgrad und die Animation lebendiger Figuren angeht, ist das hier mitunter hölzern und nicht immer ansehnlich (Menschen, Hund). Die Musik von Randy Newman ist passend - solange er nicht singt. Hier und da mag man sich Fragen stellen wie „wenn Buzz nicht glaubt, dass er ein Spielzeug ist, warum verhält er sich in Andys Gegenwart wie eins“. Aber irgendwas ist ja immer.

„This is the perfect time to panic!“

Als (in dieser Form) Erstling eines heute allgegenwärtigen Genres ist „Toy Story“ immer noch ein kurzweiliger Animationsfilm mit diversen Anspielungen auf andere Werke und einer phantasievollen Inszenierung. Visuell wirkt das heute nicht mehr ganz so stark und Randy Newman sollte man nicht singen lassen, dennoch macht der Streifen immer noch Spaß.

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