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Um nach der Trennung von ihrem prügelnden Boyfriend Sam auf andere Gedanken zu kommen, lässt sich die Studentin Harper von ihren Freundinnen Bailey, Angela und Mallory dazu überreden, sie am Halloween-Abend auf ihrer Party-Tour zu begleiten. Gemeinsam mit den beiden aufgegabelten Jungs Nathan und Evan schlägt die Gruppe im Laufe der Nacht in einem an einer abgeschiedenen Landstraße gelegenen Spuk-Haus auf, welches das passende, gruselige Halloween-Entertainment verspricht. Nachdem man die Verzichtserklärungen unterschrieben und die Handys abgegeben hat, geht der vermeintliche Spaß auch schon los... doch was die Kids nicht ahnen, ist, dass sie nun einer Gruppe von Psychopathen in die Falle gegangen sind, die ihre Opfer am liebsten in Clown-esker Maskerade durch die Bretter-Bude scheuchen und auf gar grauselige Art und Weise abmurksen... Auch wenn "Halloween Haunt" da wie einst John Carpenters "Halloween - Die Nacht des Grauens" in einer Kleinstadt in Illinois spielt, so ist diese Eli Roth-Produktion doch sicherlich nicht dazu angetan, ein modernes Pendant zu eben jenem Klassiker des Genres abzugeben, denn dazu mangelt es doch an inszenatorischer Meisterschaft, die damals alleine schon durch Musik und Bildgestaltung eine tiefgreifende Spannung erzeugt hatte. Bestenfalls hat man es hier noch mit einer etwas aufgehübschten Variante von Tobe Hoopers "Das Kabinett des Schreckens" zu tun, bei dem sich das hinter diesem Streifen steckende "A Quiet Place"-Autoren-Duo Scott Beck und Bryan Woods nämlich auch mal ganz kräftig bedient hat... nur, dass sich heutzutage unter den gruseligen Masken keine "echten" Missgeburten mehr verbergen, sondern die entstellten Killer-Visagen per Body-Modifications nun quasi selbstgemacht sind. Die selbst für Slasherfilm-Verhältnisse echt dünne Geschichte wird dann auch nicht unbedingt dadurch aufgewertet, indem man der Hauptfigur Harper ein durch ihren gewalttätigen Vater verursachtes Kindheits-Trauma andichtet, welches es nun im üblichen Body-Count-Getümmel zu bewältigen gilt. Im Grunde genommen ist das Ganze dann tatsächlich auch nur ein weiterer jener Killer-Clown-Streifen, die da nicht erst seit dem "Es"-Doppel irgendwie en vogue sind und sich beim Publikum ausreichender Beliebtheit erfreuen, um aus Produzenten-Sicht immerzu profitabel zu sein. Die Kulisse des Horror-Hauses ist eigentlich recht billig, wird aber geschickt genutzt und fotografisch reizvoll genug eingefangen, um visuell was herzumachen und ein ausreichendes Maß an gruseliger Stimmung zu verbreiten... es ist in erster Linie also tatsächlich der Inhalt, an dem es hier hapert, denn seit Dekaden zigfach Durchgekautes wird auch mit einem neuen Anstrich nicht wirklich frischer, denn die Zutaten kennt man da echt schon zur Genüge. Mit seiner platten Storyline lässt "Halloween Haunt" da immerhin aber doch anachronistisch ein wenig die Blütezeit des 80er Jahre-Teenager-in-Angst-Kinos wieder aufleben und ist deshalb insgesamt besehen dank des verbreiteten Alte-Schule-Flairs und einem soliden Gewalt-Level doch ein bisschen sympathischer als der nächste, hohle PG-13-Horror-Streifen vom Blumhouse-Fließband... nur besonders toll oder erinnerungswürdig isser deshalb halt leider wirklich nicht.

5/10

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