Review

Verkapptes HC-Filmchen von Splatter-Urgestein Herschell Gordon Lewis, der hier gleichzeitig auch noch auf der Mondo- und Blaxploitationwelle mitschwamm. Durchleuchtet werden soll das Liebesleben junger Afro-Amerikaner zur damaligen Zeit, wobei der Infomationsgehalt genauso spärlich ausfällt wie bei den deutschen "Aufklärungsfilmen" - so lange es nur genügend Fleischbeschau in Form von korpulierenden Pärchen gibt...

Ich fasse mich mal so "jugendfrei" wie möglich...

Kommentiert wird das Geschehen aus dem Off und wurde mit grauenhaft endloser Fahrstuhl-/Easy-Listening-Mucke unterlegt. Die erinnungswürdigste Szene ist ein ausgedehntes textilfreies Tanzen im Beatclub, ansonsten wechselt das Szenario vom Bett aufs Sofa und wieder zurück, wobei der HC sehr kurz ausfällt und nichts bietet, was man nicht woanders schon besser und ausgiebiger gesehen hätte. Der buchstäbliche Blick durchs Schlüsselloch wurde hier zum Programm gemacht. Im etwas trist wirkenden Chicago ist wohl nicht nur ein Voyeur unterwegs, um einen Blick ins Wohnzimmer der Nachbarn zu erhaschen. 

Fazit: Belangloser Blaxploitation-Mondo-Porno-Mischmmasch aus den psychotronischen No Budget-Gefilden. Gelegentlich ganz netter 70s-Trash mit etwas "Zeitgeist", rein informativ jedoch völlig ohne Nährwert. 

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