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„Toy Story 2“ zeigt eindrucksvoll, wie eine Fortsetzung auszusehen hat: Mehr Tempo, mehr Action, mehr Witz und mehr Qualität – das sind die Kennzeichen von John Lasseters Nachfolgewerk zum ersten rein computeranimierten Trickfilm. Erneut dreht sich alles um das Topic „Freundschaft“, doch wo es im ersten Teil noch darum ging, sich in heiklen Situationen untereinander zusammenzuraufen, um ans Ziel zu gelangen, ist es nun Woodys Angst, seinen Besitzer Andy als Freund zu verlieren, denn der Zahn der Zeit nagt an seinem Äußeren. Erst als er einem geldgierigem Sammler in die Hände fällt und drei Spielzeugfiguren aus seiner bislang unbekannten Vergangenheit begegnet, erkennt er, dass zwar nicht jede Freundschaft ewig hält, doch dass man solange alles tun muss, um sie zu erhalten, da es sonst nichts Wichtigeres auf der Welt gibt. Natürlich kann er sich auch auf seine Plastik-, Knet- und Stoffkumpels verlassen, die ihn aus seiner Gefangenschaft befreien wollen.

So erfährt man in zwei Storylines einerseits einiges aus Woodys Vergangenheit als Fernsehstar in einer Marionettenkindersendung, was eine wirklich tolle Idee der Macher gewesen ist, zumal mit dem Pferd eine neue Figur das „Toy Story“-Universum betritt, die in jeder Szene die Lacher auf seiner Seite hat (Finger ablecken, Entblößen). Auch andere neue Figuren wie Zorg (überragend: „Ich bin dein Vater, Buzz“) und das beinahe hyperaktive Cowgirl Jessie garantieren jede Menge Spaß. Auf der anderen Seite begleitet man die altbekannte Crew aus dem ersten Teil bei der Suche nach Woody, angeführt natürlich vom tollkühnen Buzz Lightyear. Dieser Part beinhaltet eine noch höhere Gagdichte, die für Lachanfälle im Minutentakt sorgt. Bei der Szene, in welcher das Schwein seinen „Pfropfen“ verliert, war ich zumindest nahe am Erstickungstod.

Technisch spielt das Ganze erneut in der Oberliga, wenn auch noch nicht ganz so ausgereift wie „Monsters, Inc“. oder auch „Shrek“. Gleichzeitig beweist „Toy Story 2“ aber auch, dass man für einen gelungenen Animationsfilm nicht unbedingt zwei Millionen animierte Haarsträhnchen braucht, sondern eine Story und Figuren, die Spaß machen. Beides ist hier im Überfluss vorhanden, sodass dieser zweite Teil den ersten überraschenderweise sogar übertrifft und bei dem Tempo für Jung und Alt gleichermaßen uneingeschränkt empfehlenswert ist.

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