„Toy Story“ sorgte 1995 als erster komplett am Computer entstandener Spielfilm für Aufsehen und erwies sich an der Kinokasse als Erfolg. Nach dem Ausflug der Pixar Animation Studios ins Reich der Ameisen in „A Bug‘s Life“ (1998) kehrte man im Folgejahr mit einer Fortsetzung der Geschichte rund um Andys Spielzeuge auf die Leinwand zurück.
In dieser stehen wieder die beiden Actionfiguren Woody und Buzz Lightyear im Vordergrund, wobei der Cowboy an einen skrupellosen Sammler gerät, was seine Freunde zu einer Rettungsmission animiert.
Das Aufteilen der Handlung, wodurch man Woody und somit auch Buzz mehr Raum gibt, legt bei beiden Figuren Ebenen offen und macht den Film vielschichtiger als seinen Vorgänger. Am interessanten sind die Aspekte, die sich mit dem Älterwerden in Bezug auf Andy beschäftigen und den Konsequenzen daraus. Das Herauswachsen aus Interessen sowie Vorlieben und dass so die einst geliebten Spielsachen auf dem Abstellgleis landen. So erzählt „Toy Story 2“ nicht wieder nur vom Zusammenhalt, sondern auch von der Veränderung und der Akzeptanz dieser - und wirkt damit gleich ein Stück erwachsener als Teil eins. Hinzu gibt es Auftritte von Lightyears Erzfeind Zurg, einem konspirativen Spielzeugkollegen von Woody und dem Sammler, der Woody im Set nach Japan verkaufen will.
In seinen circa neunzig Minuten liefert die Fortsetzung mehr als der Vorgänger und ist erzählerisch in meinen Augen auch der bessere Film. Dazu besitzt er Verve, Humor, die obligatorischen Verweise auf andere filmische Werke und sowas wie Outtakes im Abspann. Visuell ist das eine Ecke hübscher als im Vorgänger, obwohl auch hier menschliche und tierische Gestalten immer noch nicht wirklich chic aussehen. Ist vielleicht auch der gewollte Stil - für mich hängen die alle im uncanny valley herum.
„Use your head!“
Auch die Fortsetzung der Geschichte um Andys Spielzeuge ist eine unterhaltsame Angelegenheit und aufgrund ihrer interessanten Geschichte mit mancher Erkenntnis dem ersten Teil sogar überlegen. Auch visuell macht „Toy Story 2“ oft was her, solange man Mensch und Tier ausklammert. Insgesamt eine gut ausgearbeitete Weitererzählung und ein spaßiges Abenteuer.