Von einem Kindheitserlebnis angetrieben, gibt Molly (Tessa Thompson) nie den Traum auf, ein Mitglied der im verborgenen arbeitenden Men in Black zu werden. Und tatsächlich soll sie ihre Chance erhalten und darf fortan gleich dabei mithelfen, die Welt mal wieder vor dem Untergang zu retten.
Die Story ist insgesamt recht linear und vermeidet den Aufbau eines echten Spannungsbogens. Man hakt die diversen Stationen ab und zum Ende hin herrscht kaum milde Überraschung, geschweige denn ausufernde Dramatik. Die Einführung Mollys in die Welt der MiB verkommt recht lieblos, setzt beim Publikum das Meiste als bekannt voraus und versprüht so nicht den Charme des Entdeckens und Staunens über die Wunder, die diese neue Perspektive bereit hält.
Der oftmals augenzwinkernde Witz, der einen Teil des Charms der Reihe ausmachte, ist hier nicht zu finden. Auf humoristischer Ebene funktioniert nicht viel. Kleine Seitenhiebe auf Geschlechterrollen, etwas Fanservice, ein recht witzloser Sidekick (Pawny). Dafür legt Teil vier der Reihe immerhin ein gutes Tempo vor, hält sich damit allerdings auch kaum mit Erklärungen auf. Alles wirkt eingedampft auf das Nötigste, ohne dass man wirklich Spaß damit hat.
Den hatten wohl auch die Hauptdarsteller nicht, Thompson (Tessa) und Hemsworth passen für mich hier, im Gegensatz zum dritten Marvel-Thor, nicht wirklich zusammen und entwickeln keinen Teamspirit. Neeson und Thompson (Emma) gibt es in Nebenrollen, ohne dass sie Akzente setzen können.
MiB International ist eine generische Fortsetzung, bar jedweder Dramatik oder mitreißendem Charme und ohne den Witz der Vorgänger. Prominent besetzt schafft er es nicht über eine dahinplätschernde Geschichte hinaus, trägt dies jedoch immerhin temporeich vor und eignet sich zum weggucken. Mehr aber auch nicht.