MiB 4, der/das Letzte
Na gut, die Handlung der MiB-Filme war schon immer Klischee: Die Menschheit gerät durch Alien-Intrigen in Gefahr. Die MiB-Chaoten kommen zu Hilfe. So auch diesmal. Aber im ersten Teil hat es noch funktioniert. Der Buddy-Movie hatte Pep, die Sprüche waren cool, die Effekte neu, das Musikvideo fetzig, alles war irgendwie jung und frisch.
Da sind die Teile 2 & 3 schon nicht rangekommen. Und der 4. Teil ist ein neuer Tiefpunkt (ja, genau wie beim deutschen Fußball). Die beiden Helden zicken sich nur genervt an, die Aliens sind gefühlte "One-Liner", die Effekte auch nicht anders als zuvor, die Sprüche in den meisten Fällen weder geistreich noch witzig, es fühlt sich einfach an wie routiniert und desinteressiert abgespulter Action-Klamauk.
Und natürlich ist Agent M eine Frau, die den Männern mal so richtig zeigt, "wo die Frau die Titten hat". Sagt mann das heute so? Ich habe den Emanzerich-Jargon immer noch nicht so richtig drauf. Na, sei's drum, daß die eine Hälfte des Duos nach Hollywood-Vorschrift einen Menstruations- und Kolorations-Hintergrund hat, ist nur noch der Punkt auf dem i in dem Wort Scheißfilm. Es fühlt sich alles nur an wie aufgewärmter kälter Kaffee. Vor der Tiefstnote retten da nur die sauber gemachten Trickeffekte.
Interessant, daß sich der letzte MiB nahtlos einreiht in eine lange Reihe genauso schlechter anderer "letzter Filme": James Bond, Asterix, Jurassic Park, Indianer-Jones, Transformers...
Fazit: Lieber viermal den ersten Teil, als einmal den vierten angucken.