Langfilm-Debütant Pedro C. Alonso wählte für seinen Psychothriller einen überaus passenden Titel mit gleich mehreren Bedeutungen: Feedback als Rückmeldung im Bereich der Kommunikation oder auch als akustische Rückkoppelung, beides spielt im Erstling des Spaniers eine Rolle, welcher mit wenigen Mitteln in seinen Bann zu ziehen vermag.
Radiomoderator Jarvis (Eddie Marsan) liebt es, während seiner Late-Night-Show zu provozieren, doch dann wird er während einer Sendung Opfer von zwei maskierten Geiselnehmern. Fortan ist er gezwungen, den Forderungen seiner Peiniger live on Air entgegenzukommen, ansonsten stirbt jemand…
Dass Jarvis anfangs ein wenig borniert und damit nicht sonderlich sympathisch rüberkommt, hat durchaus seinen Reiz, denn berufsbedingt kann der Mann mit Worten umgehen und bringt aufgrund seiner Erfahrung mit Radiohörern eine gewisse Menschenkenntnis mit, was ihm im Verlauf von Nutzen sein kann. Zudem bleibt seine Art ein wenig undurchsichtig, wodurch nie eindeutig erscheint, wer womöglich am längeren Hebel sitzt.
Das kammerspielartige Szenario punktet mit dem Setting des Sendestudios bei Nacht und den dazugehörigen Spielchen mit diversen Glasscheiben und Lichtern, wo die Handlung nahezu ausschließlich stattfindet. Die Kamera ist stets auf Höhe des Geschehens und auch der Score weiß die bedrückende Atmosphäre mit den zumeist tiefen Sounds treffend zu untermalen.
Das aus nur wenigen Figuren bestehende Treiben wird indes nie langweilig, zumal eine latente Unberechenbarkeit in der Luft liegt. Unterstrichen wird dies durch einige zuweilen unerwartet heftige Gewalteinlagen. Jene sind handgemacht und überzeugen auf ganzer Linie, ebenso wie die grundsoliden Darsteller. Allen voran Eddie Marsan als vermeintlicher Taktiker im Spiel um Wahrheiten, aber auch Paul Anderson erhält ein paar sehr prägnante Szenen als Co-Moderator, während Richard Brake einen zugänglichen Bösewicht überraschend nuanciert verkörpert.
Die Geschichte benötigt nur wenig Zeit um Spannung aufzubauen, diverse Wendungen lassen die Grenzen zwischen Gut und Böse mitunter ein wenig verschwimmen und das konsequente Ende fällt durchaus diskutabel aus. Handwerklich ohne größere Makel und erzählerisch annähernd frei von Logiklücken, liefert Alonso ordentlich Futter für Filmfreunde, die kein Problem mit Suspense auf begrenztem Raum und einigen deftigen Gewalteinlagen haben.
7,5 von 10