John Cleese ist mit Sicherheit der Berühmteste, der Comedy-Truppe "Monty Python", die uns über viele Jahre hinweg, mit allerlei köstlichster Brit-Com vergnügt hatte. Kaum ein anderer schaffte es, sich auch außerhalb der Truppe so zu etablieren wie er, sieht man mal vom "schwarzen Schaf" der englischen Truppe, dem Amerikaner Terry Gilliam, ab. Hier haben wir nun "Falty Towers", die Sitcom um ein nicht ganz normales Hotel, welches aus der Feder von John Cleese und seiner damaligen Frau Conny Booth (Polly) stammt und auf der ganzen Welt Kult-Status erringen konnte. Und fürwahr, die Serie ist wirklich zum Brüllen, wenns auch manchmal "zu viel des Guten" ist.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Es geht um das Hotel "Falty Towers", welches vom Sadisten Basil Fawlty (Cleese) und seiner überstrengen Frau Sybil geführt wird. Angestellt des Hotels sind das smarte Zimmermädchen Polly und der verblödete spanische Kellner Manuel. Und bei so einem Team, ist schräge Situationskomik natürlich garantiert.
Hauptverantwortlicher für die, mitunter recht groben, Scherze ist dabei natürlich Basil. Nicht nur das er mit Manuel teilweise äußerst sadistisch vorgeht, in dem er z. Bsp. seinen Kopf mehrfach gegen eine zugemauerte Tür stößt oder ihm eine Ohrfeige nach der anderen verteilt. Nein, er pöbelt auch noch seine Gäste voll und rastet bei der kleinsten Unannehmlichkeit aus. Und das ist meist wirklich urkomisch, was nicht zuletzt an John Cleeses unverwechselbarem Comedy-Talent liegt. Egal in welcher Situation sich Basil auch befindet, man kommt meist nicht mehr aus dem Lachen raus. Unvergesslich dabei z. Bsp. die Folge "Die Deutschen kommen", in der Basil es unbedingt vermeiden möchte über den Krieg zu sprechen und dabei natürlich immer selbst derjenige ist, der den Krieg zur Sprache bringt, bis hin zu seiner gar unvergesslichen Hitler-Parodie, die wohl zum Komischsten gehört, was die britische Comedy je hervorgebracht hat.
Aber auch Manuel, köstlich präsentiert von Andrew Sachs, ist für einen Schenkelklopfer nach dem Anderen zuständig. Nicht nur das er kaum die englische Sprache beherrscht, nein er ist auch noch so derart verblödet, dass er einem fast schon leid tun kann. Egal wie oft es Basil mit seinen Erklärungsversuchen ihm gegenüber auch zu versuchen vermag, er wird einfach immer scheitern, da bei Manuel offenbar wirklich alles verloren ist.
Die weiblichen Rollen sind im Vergleich zu Manuel und Basil zwar etwas schwächer ausgefallen, aber unterm Strich möchte man auch sie nicht missen. Ehefrau Sybil, mindestens genauso tyrannisch beseelt wie Basil, triezt ihren Mann immer mit den unmöglichsten Aufträgen und Polly, die einzig "normale" Figur in dem Haufen, schafft es wenigstens, bei all dem Durcheinander, noch einen kühlen Kopf zu bewahren und rettet somit ein ums andere Mal die Situation.
Die Gags sind, wie schon erwähnt, eigentlich durch die Bank weg, von der besten britischen Sorte. Sprich pechschwarz, manchmal sogar bitterböse (z. Bsp. die oben genannte Hitler-Parodie) und dennoch einfach zum Brüllen. Wenn man etwas bemängeln möchte, dann höchstens die Tatsache, dass das ganze Treiben, ab und an, etwas unübersichtlich erscheint und manchmal fast in seinen Albernheiten zu ersticken vermag. Hier und da hätte man dem Chaos vielleicht doch etwas Einhalt gewähren sollen, aber witzig bleibt es allemal.
Fazit: Teils herrlich absurde und wirklich urkomische Comedy-Serie, so wie man sie wirklich nur von den Briten zu erwarten hat. Herrliche Situationskomik, wechselt sich mit unvergleichlichem Dialog-Witz ab und alles bleibt so gewohnt derb, wie man es von der englischen Comedy gewöhnt ist. Ab und an droht das ganze Treiben zwar in seinem chaotischen Blödsinn zu ersticken, aber allein schon wegen John Cleeses unvergleichlicher Performance, muss man diese Show einfach mal gesehen haben!
Wertung: 7,5/10 Punkte