Die schwangere Freundin eines Ex-Söldners wird von Gangstern getötet. Er wird dabei verletzt, und als er im Krankenhaus aufwacht, verschwindet er dort auch schon gleich, um sich an den Übeltätern zu rächen.
Man bekommt hier eine bekannte, aber immer wieder beliebte Story um Rache geboten. Große Überraschungen oder neue Ideen, sollte man nicht erwarten, schließlich handelt es sich um eine kleine Independent-Produktion, bei der wohl das meiste Geld in die tollen Splattereffekte ging. Giovanni Lombardo Radice (Die Rache der Kannibalen) in einer großen Rolle als Bösewicht, war bestimmt auch nicht so günstig. Außerdem hat noch der grandiose Dan Van Husen einen schönen Gastauftritt.
Die vorherigen Gangsterfilme des Regisseurs muss man nicht kennen, da der Film keine Verbindung zu den anderen hat. Nach einem guten Start mit dem Mord an der Freundin, und der Vorstellung der Gangster, geht der Film in einen langsameren Modus. Das heißt, der Rächer versucht erstmal sich zu bewaffnen und die Gangster aufzuspüren. Dabei lernt er noch eine Frau kennen.
Im Mittelteil könnte es ruhig schneller oder actionreicher vorwärts gehen, aber man wollte wohl auch eine Story erzählen, und nicht nur auf Action setzen.
Der Hauptdarsteller überzeugt mich nicht so ganz. Als Rächer kommt er zwar einigermaßen überzeugend rüber, aber besonders sympathisch finde ich ihn nicht. Er könnte genau so gut einen der Gangster spielen. Vielleicht hat man seinen Charakter nur nicht gut genug aufgebaut, oder er ist schauspielerisch zu schwach. Dafür liefert Giovanni Lombardo Radice voll ab. Richtig fies und gnadenlos zieht er seine Show durch. Einfach herrlich, ihn in einem seiner letzten Filme noch so erleben zu dürfen.
Am wichtigsten sind bei dieser Art Film, natürlich die Splattereffekte. Die sind für so eine Produktion richtig gut gemacht. Hände und Füße werden zertrümmert, Kettensäge ins Gesicht, übel zugerichtete Leute, blutige Einschüsse und mehr. So ziemlich alles sieht nach Handarbeit aus und ist weit über Amateurniveau. Kein Wunder, wenn man sich anschaut, was für zwei Profis (Alastair Vardy und Beau Townshend) dafür zuständig waren. In deren Filmographie stehen z.B. aktuelle Kinofilme wie 28 Years later und Drachenzähmen leicht gemacht. Serien wie Game of Thrones und Herr der Ringe, findet man ebenfalls bei Alastair Vardy in seiner sehr umfangreichen Filmographie, voller bekannter Hollywoodfilme und Serien. Besonders das brutale und dramatische Finale kann begeistern und entschädigt etwas für den schwachen Mittelteil.
Wem schon die anderen beiden Filme (Sudden Fury, Day of Violence) des Regisseurs gefallen haben, der wird auch hier seinen blutigen Spaß haben.
Fazit: Blutiger Gangsterfilm, der bei der Story und beim Hauptdarsteller schwächelt, aber mit dem tollen Bösewicht und den grandiosen Splattereffekten punktet.