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Der Immobilienmarkt ist stressig, da kann die Suche schon Nerven kosten. Und so lassen sich Gemma (Imogen Poots) und Tom (Jesse Eisenberg) trotz eher geringem Interesse zu einer Hausbesichtigung in einer Neubausiedlung breitschlagen. Doch nicht nur der Makler wirkt schräg, auch die Siedlung macht einen mehr als merkwürdigen Eindruck.

Schon bei der Ankunft wird klar, dass hier etwas nicht stimmt. Da macht das Design keinen Hehl draus, eigentlich wird man sogar noch früher auf etwaige Pfade geleitet. Was aber zuerst, bedingt durch den sonderlichen Makler, sogar zur Erheiterung beitragen kann, wandelt sich im weiteren Verlauf zu einem hübschen Abstieg ins Mysteriöse. Das Versprechen des Eigenheims wird zum Gefängnis einer von außen einwirkenden Kraft. Das Ding, das keinen Namen bekommt, pendelt zwischen verstörend und anstrengend und kann als eine mögliche Meta-Ebene berücksichtigt werden. Funktion, Reproduktion. Muss aber nicht, funktioniert auch so. Die Künstlichkeit der Umgebung mag gewollt sein, wirkt in der Sparoptik aber auch etwas billig.

Poots und Eisenberg tragen die Geschichte solide über die Zeit, allerdings bleibt das ein oder andere inszenatorische Loch nicht aus. Ein paar Straffungen hätten nicht geschadet. Auch eskaliert manches recht schnell, sodass der Aufbau keine gleichmäßige Kurve bietet.
Immerhin wird es zum Ende nochmal spannender und so ist „Vivarium“ im Gesamten ein okayer Mysterythriller, bei dem in der letzten Szene dann gerne noch das Theme von „The Twilight Zone“ kommen könnte.

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