In einem Kernkraftwerk in Südamerika, das unter deutscher Leitung steht, verschwindet Plutonium. Eine Reporterin (Charlotte Kerr) forscht nach und kommt weitreichenden staatlichen und terroristischen Verstrickungen auf die Spur, eine Entdeckung, die ihr Leben in Gefahr bringt…
Nach „Die Delegation“ eine weitere sorgfältig recherchierte, vor internationaler Kulisse angesiedelte Spielreportage von Rainer Erler, die von einigen dramatischen Zuspitzungen abgesehen verblüffend echt wirkt. Im Gewand einer Enthüllungsrecherche weist Erler auf die weltweite Tragweite örtlicher Machenschaften hin, die sich auch nach ihrer Aufdeckung noch durch widersprüchliche Interessenlagen, komplizierte Winkelzüge der Beteiligten und kaum zu durchschauende Wechselwirkungen zu einer unaufhaltsamen Gefahr auszuwachsen drohen. Anders als bei „Die Delegation“ entfaltet das Thema im Verlauf des Filmes freilich nicht eine über die konkrete Problembewusstmachung hinausweisende Wirkung, die den Zuschauer in seinen Einstellungen erschüttern oder gar zu einer Neuüberprüfung seines Weltbilds und seiner selbst anregen würde.