Review

Yo, Filme wie dieser sind es, die das Herz eines jeden Freizeitsadisten höher schlagen lassen. Doch, halt! "Tokugawa - Das Freudenhaus von Nagasaki" wird zwar oft als Folterstreifen vermarktet, ist aber längst kein zweiter "Oxen Split Torturing". Nein, er spielt nicht einmal in der gleichen Liga eines "Bloodsucking Freaks". Es wird zwar gequält und gefoltert, doch die Geschehnisse beschränken sich meist auf einzelne Sequenzen mit der Länge von gerade mal einpaar Sekunden. Beim Torturing handelt es sich vor allem ums Auspeitschen und Sachen aus dem Bondage-Bereich. Das Dargebotene ist zwar durchaus hart, aber niemals ausartend. Allerdings kann man bei den armen Mädels schon mitfühlen, welche Schmerzen sie bei den Tätowiereien haben müssen... Wer selbst "gezeichnet" ist so wie ich, der weiß wie weh das tun kann.
Auch wenn der Film vom Härtegrad nicht so hoch ausfällt wie erwartet, so weiß er dennoch zu gefallen: Die Story um zwei Tätowierer, die eine persönliche Fehde austragen, ist mit viel Pathos und Dramatik inszeniert worden. Die Schauspieler agieren überzeugend und das Ganze ist zudem mit schönen Sets und Drehlocations garniert worden. Hin und wieder hüpfen sogar ein paar nackige Japanerinnen durchs Bild, wobei ich ehrlich sagen muss, dass mich die aufwändigen Tattoos am Rücken irgendwie mehr fasziniert haben als die nackten Brüste der Chicks.
Gung Ho sagt: "Feiner Sexploiter aus dem Land der aufgehenden Sonne. Am besten mit einer Portion Sushi und viel Sake genießen!"

Nachtrag: Das obige Review bezieht sich auf die gekürzte deutsche Kinofassung. Das japanische Original hingegen geht satte zwölf Minuten länger, was sich auch positiv auf Härtegrad und Tempo auswirken. So ist zum Beispiel die Exekution des Oberluders am Ende in voller Pracht zu sehen. Also haut rein, Leute, der Film lohnt sich wirklich!

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