Lovecraft! Cage! Stanley! Wenn drei derartige Wahnsinnige aufeinandertreffen, sollte man schon etwas mehr erwarten können als die durchschnittliche Genrekost.
Doch genau danach sieht COLOR OUT OF SPACE zunächst aus: Die erste Stunde fühlt sich in etwa so an wie jeder andere Gruselfilm der letzten 50 Jahre, in dem eine Familie wahlweise von Geistern, Aliens oder einem Virus heimgesucht werden. Der kleine Junge, der Stimmen hört, der Hund, der sich merkwürdig verhält, der wissende alte Einsiedler, die Störsignale in Telefon und Fernseher, siehe auch POLTERGEIST.
Erst nach etwa einer Stunde kommt Stimmung auf, wenn Nicolas Cages Familienvater langsam aufdreht (siehe auch THE SHINING) und Stanley den Bodyhorror auffährt (siehe auch THE THING, bzw. SOCIETY). Spannend oder wirklich unheimlich wird es jedoch nie. Gegen Ende wird die Gratwanderung zwischen Ernst und Trash dann immer schwieriger und trotz einiger toller visueller Ideen bleibt der Film letztlich deutlich hinter den Erwartungen zurück. Da gab es in den letzten Jahren schon Marvel-Filme, die sich mehr getraut haben.