Review

Kids, Kicks und Kinks


In diesem dreckig-süßen Animationsfund aus Dänemark (!) hilft eine verfluchte Ninja“kuschel“figur im ungewöhnlichen Karomuster einem wenig selbstbewussten Außenseiterjungen auf die Sprünge und die beiden lösen gleichzeitig noch einen Mordfall (!) an der thailändischen Kinderarbeitsfabrik (!!), aus der das ungewöhnliche Spielzeug ursprünglich herkommt…

Dieses Jahr ist sogar schon ein zweiter Teil erschienen. Das freut mich sehr. Denn „Der karierte Ninja“ ist einer der coolsten, schmutzigeren Animationsfilme der letzten 10 Jahre. Visuell reißt er keine Bäume aus. Man merkt sein kleines Budget und seine dänische Herkunft. Unter den Synchronsprechern gibt’s keine großen Namen. Richtig gute Songs sucht man vergebens (obwohl es welche gibt). Und dennoch hindert das dieses ungewöhnliche Ninjarevival nicht daran zu glänzen. Für Erwachsene wie Kinder zugleich. Er ist witzig, er ist frech, er ist schnell und er ist frisch. Er scheut sich nicht vor Schmutz und Dunkelheit. Er drückt nie zu sehr auf die Tränendrüse und weiß um seine Exotenstellung zwischen sehr vielen Stühlen. Und das ist toll. Der Look des Ninjas inklusive (täuschender) Knopfaugen erinnert mich etwas an Sackboy aus „Little Big Planet“, eine meiner liebsten PlayStation-Spielereihen. Hier passt einfach eine Menge. Die kurze Laufzeit. Die Action. Die ungewöhnliche Rotzigkeit. Sodass ich nicht zögern werde, wenn mir irgendwo Part II über den Weg läuft. Dieses Kennenlernen gibt’s momentan bei Amazon Prime. Unbedingte Empfehlungen. 

Fazit: das dänische Baby aus „Lego Ninjago“, „Turtles“ und „Chucky“ - ein vielleicht nicht super hübscher, aber insgesamt außergewöhnlich guter, reifer und düsterer Animationsspass aus Europa! 

Details
Ähnliche Filme