Review

Also gleich vorweg ein großer Doom Fan und Kenner bin ich nicht. Ich habe allerdings den ersten Teil in den 90ern mal gespielt, und auch mal in das Reboot von 2016 reingeschnuppert. Daher konnte ich so Sachen wie die BFG und Imps vielleicht noch ein bisschen mehr würdigen, als jemand der in Sachen Doom völlig unbedarft ist. Auch ganz nett war, dass so Serien Typische Dinge wie farbige Schlüsselkarten und die Kettensäge im Film zum Einsatz kamen. Aber man muss das Spiele Franchise meiner Meinung nach überhaupt nicht kennen um Spaß mit dem Film zu haben. Doom: Annihilation funktioniert auch als eigenständiger SciFi Action Horrorfilm sehr gut. Man sollte sich aber der Tatsache bewusst sein, dass es sich hierbei um ein B-Movie bzw. eine Direct to Video Produktion mit entsprechendem Budget handelt. Allerdings eine in meinen Augen sehr gelungene, welche das Beste aus den begrenzten Mitteln rausholt.

Der Film setzt viel auf CGI und das ist ja gerade bei Filmen mit einem eher geringen Budget oft ein Problem, da die Effekte dann oft sehr schlecht aussehen. Dies ist hier aber größtenteils nicht der Fall. Dem Raumschiff und der Station auf dem Marsmond Phobos sieht man zwar ihre Computergenerierte Herkunft deutlich an, es wirkt aber nie zu billig. An anderer Stelle können die CGI Animationen aber richtig glänzen. Ich denke hier vor allem an die Höllen Szenen. Sowohl die Location wie auch ihre dämonischen Bewohner wirken richtig hochwertig. An dieser Stelle war ich wirklich sehr positiv überrascht. Nicht so gut gefallen hat mir, dass bei vielen der Gore Effekte auch auf CGI gesetzt wird. Hier ist handgemacht sicher immer die bessere Wahl, allerdings ist es hier weitaus besser inszeniert als in manch anderer Low Budget Produktion.

Der Gore Gehalt ist dann auch recht hoch und man bekommt einiges geboten. So gibt es viele blutige Einschüsse, den relativ kurzen aber gut gemachten Einsatz der schon erwähnten Kettensäge, und einige blutige Bisse von den Zombies. Lobend erwähnen muss man auch, dass man bei den Dämonen (Imps) welche die Marines auf der Station angreifen nicht auf CGI gesetzt hat. Hier wurden stattdessen schaurig schöne Kostüme verwendet.

Schaurig schön ist auch die Geschichte die erzählt wird. Die Hölle und Dämonen spielen hier eine große Rolle und werden in der Erzählung gekonnt mit der mystischen Vorzeit und Aliens verbunden. Das die Geschichte so gut funktioniert ist sicher auch den überwiegend guten Schauspielern zu verdanken. Totalausfälle gibt es hier zum Glück überhaupt nicht. Höchstens die ein oder andere etwas schwächere Performance in einer Situation. Richtig glänzen kann hier aber Hauptdarstellerin Amy Manson. Sie verkörpert die harte Space Marine welche von Lasten der Vergangenheit geplagt wird sehr überzeugend. Darüber hinaus ist sie auch ein netter Anblick. Auch zu gefallen weiß die immer passende und stimmige musikalische Untermalung.

Fazit:
Doom: Annihilation ist ein sehr unterhaltsamer Scifi Horror B-Movie Actioner, der so gut wie alles richtig macht. Meiner Meinung nach sowohl für Fans der Spiele, wie auch für Doom Unbedarfte sehr zu empfehlen. Das sehr gelungene Ende lässt auf eine Fortsetzung in Form der Hölle auf Erden hoffen.

Details
Ähnliche Filme